

This section includes instrumental pieces and dances in which a variety of styles of dancing, beats, musical styles, interpretations or melodic motifs meet to form a piece, or are combined with one another.
The most popular dance with changing tempi is the "Zwiefache": the beat of one line of the melody switches from two-four to three-four in a variety of orders. Another type of dance with changing beat is the bipartite form where the first part has an even beat and the second part an odd beat. From a choreographic point of view, the first part is danced as a stepping dance and the second part is danced in the round.
"Weisen" are instrumentally performed vocal styles - yodeling songs, arias, or songs - typically played in two parts by the same melody instruments.
Potpourris, that is, the concatenation of different motifs and/or popular themes, are found in this section - as are contemporary compositions with their own characteristics or unusual rhythms for folk music while still adhering to the traditional approach to playing.

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Tirols Musikgeschichte wurde während des 15. - 17. Jahrhunderts vor allem durch das Hause Habsburg geprägt, unter anderem durch Persönlichkeiten wie Kaiser Maximilian. In dieser Zeit widmete man der Kultur der unteren sozialen Schichten wenig Aufmerksamkeit. Erst im Zuge der Aufklärung des 18. Jahrhunderts entstand allmählich Interesse am volkskulturellen Leben. Besonders die „Tuxerin" und der „Tuxer" aus dem hinteren Zillertal wurden alsbald durch ihr „keckes Auftreten" zum Tiroler Volkstypen erhoben.
Die Figur des Tirolers und seine kulturelle Besonderheit fanden Einzug in das Wiener Possentheater sowie in die Oper. Berühmte Komponisten wie etwa Beethoven oder Franz Liszt verarbeiteten Teile der tirolerischen Musikkultur in ihren eigenen Kompositionen. Zudem entdeckten Adelige die bäuerlichen Trachten als Gewand für sich und idealisierten das naturverbundene Leben. Dieser Tirol-Boom wurde zusätzlich durch die Treue der Tiroler zum Hause Habsburg während der Befreiungskriege gegen Napoleon untermauert.
Diese „Mode à la Tyrolienne" beflügelte die Entstehung der Tiroler Nationalsänger. Die Geschwister Felix, Anton, Franz, Joseph und Maria Rainer aus Fügen im Zillertal waren die ersten Nationalsänger, die mit einem volksmusikalischen Programm auf Tournee gingen. Besonders an den europäischen Fürstenhöfen erfreuten sie sich großer Beliebtheit. Aufgrund einer Einladung des englischen Königshofes entstanden dort 1827 die ersten Aufzeichnungen und Publikationen ihres volksmusikalischen Repertoires. Aufgezeichnet und bearbeitet hat die zwölf Lieder der Klaviervirtuose Ignaz Moscheles (1794-1870). Eines davon ist „Und da obn, sagt er, auf der Höh". In dieser Bearbeitung ist auf die Anlehnung an das volksmusikalische Repertoire zu verweisen, das international als echte Tiroler Volksmusik verstanden wurde.
Hier zu hören ist das Vokalensemble des Ferdinandeums.
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In dem Lied putzt sich die schöne Jelena heraus. Sie will nicht arbeiten, und wenn sie etwas erntet, wirft sie es vor die Pferde. Das Lied ist ein kroatisches Volkslied aus dem Nordburgenland und in mehreren Melodien überliefert.
Die kroatische Minderheit im Burgenland (kroatisch „Gradišćanski Hrvati") wurde im 16. Jahrhundert zu wirtschaftlichen Zwecken und zur Verteidigung gegen das immer wieder vorrückende Osmanische Reich in diesem Raum angesiedelt. Es ließen sich hauptsächlich kroatische Bauern nieder, die ihre jeweiligen Dialekte, Lebensgewohnheiten, Bräuche, Lieder und Tänze aus ihrem Heimatland mitbrachten. Dabei spielte die Dorfgemeinschaft eine maßgebliche Rolle zur Entwicklung des religiös-kulturell geprägten Vereinswesens. Besonders seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kultur der Burgenlandkroaten von Wien gefördert, um damit die antihabsburgische Stimmung in der ungarischen Reichshälfte einzudämmen, zu der das Burgenland damals zählte. Trotz intensiver Bemühungen der ungarischen Regierungen das Burgenlandkroatische zu verdrängen, gelang dies nur begrenzt. Seit das Burgenland jedoch 1920 der Republik Österreich angegliedert wurde, verminderte sich der kroatische Sprachgebrauch. Besonders unter dem Nationalsozialismus kam es zu einer Zurückdrängung der kroatischen Sprache und zu Verfolgung. Im Staatsgrundgesetz von 1955 wurde der Schutz der Minderheit verankert, welcher jedoch bis heute nicht immer vollständig erfüllt wird.
Seit Jahrhunderten leben im Grenzgebiet zu Ungarn Deutsche, Kroaten, Ungarn, Roma und Juden, die sich gegenseitig bereichern. So beeinflusste hianzische und kroatische Volksmusik Joseph Haydn, Franz Liszts holte sich Eindrücke bei Roma-Musikern. Auch die hier zu hörende Gruppe Heigeign wirkt im Spannungsfeld zwischen pannonischer Volksmusik, Pop und Jazz, mit Texten in Hianzisch, Burgenlandkroatisch, Roman und Ungarisch. Hier geben sie dem kroatischen Volkslied karibischen Flair.
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Dieses Stück ist eine Eigenkomposition von Linde Gansch und Magdalena Zenz, beide Mitglieder der Gruppe Netnakisum. Es ist ein Galopp, beginnt also sehr rasant, birgt jedoch verschiedene musikalische Gattungen und Tempi in sich. Am Schluss endet es in einem Boarischen.
Netnakisum bedeutet richtig gelesen Musikanten. Die vorwiegen aus der Steiermark stammenden und heute von Wien aus agierende Musikerinnen spielen in traditioneller Streichquartettbesetzung: zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello. Seit der Kindheit sind sie eng mit Volksmusik vertraut und genossen bzw. genießen eine professionelle musikalische Ausbildung. In ihrem Schaffen verknüpfen die Musiker unterschiedliche Spielweisen und interpretieren Volksmusik teilweise auf ironisierende Art und Weise. Über sich selbst sagen sie: „Beinahe wären wir zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft für falsch verstandene Volkstumspflege, zur unwiderstehlichsten Girlie-Rockband seit den Wiener Sängerknaben, zum gegenwartsharmonisch interessantesten Klangforum von Modern-Umgebung geworden"
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Der Ursprung dieses Tanzliedes dürfte im Montafon liegen. Die Melodie und der Text einer Strophe sind bereits in der Handschrift von Josef Martin Strolz um 1812 bis 1818 erfasst. Der Tanz zum Lied wird in der Volksüberlieferung als „En offi, en ahi" („Einen Gang hinauf, einen Gang zurück") bezeichnet.
Beim „Kaiserfest" 1908, dem sechzigjährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph, wurde der Tanz in Wien öffentlich vorgeführt. Die Tanzabfolge wurde erstmals von August Schmitt in den 1920er Jahren schriftlich aufgezeichnet. Der Tanzforscher hatte den Tanz in der Gemeindekanzlei in Schruns erlernt, er soll besonders bei Hochzeiten als Eröffnungs- und Schlusstanz verwendet worden sein. Schmitt fand Varianten in Schruns, St. Gallenkirch, Gaschurn, Bartholomäberg, Rankweil, Schlins und Bezau. Publiziert wurde die Tanzbeschreibung erstmals von Raimund Zoder 1928 in „Altösterreichische Volkstänze".
Der Tanz, auch „Ahetanz" genannt, wird von je einem Tänzer und zwei Tänzerinnen ausgeführt. Diese Tanzform reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und geht wahrscheinlich auf den Altdeutschen, einen geschrittenen Tanz zurück. Die Besonderheit dieses Tanzes liegt darin, dass die Tänzerinnen und Tänzer der Musik hingewandt sind und mit ihr eine Einheit bilden. Diese Verbindung wird besonders deutlich durch die gegenseitige Begrüßung und das Mitsingen der Tänzer der ersten Strophe. Erst im zweiten Teil wenden sich die Tanzenden dem Publikum zu.
Während Texter und Komponist der ersten Strophe unbekannt sind, wurde die zweite Strophe durch Arthur Wolf mitgeteilt, während die Strophen drei bis sieben von Otto Borger (1904 - 1994) stammen. Im Rahmen des Schulprojektes „Mit allen Sinnen" ist das Lied von der Volksschule Bludesch für die CD „Und wenn üser Ländle a Käsknöpfle wär" 1999 aufgenommen und im Liederbuch „Gibele, Gäbele veröffentlicht worden. Beide Publikationen haben zum Ziel, speziell Kindern zeitgemäß Vorarlberger Lieder und Tänze für den heutigen Gebrauch anzubieten.
Noten und Tanzbeschreibung Zoder
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Dieser Zwiefache wurde von Raphael Trautwein, Bassposaunist der Innviertler Wadlbeisser, in Anlehnung an so manche Probe beim Reitsamer (Name des Elternhauses von Matthias Gfrerer) in Salzburg, Grödig, komponiert.
Die Gruppe Innviertler Wadlbeisser fand sich beim gemeinsamen "Bradl`n" (zufälliges Aufeinandertreffen und gemeinsames Spielen) im Wirtshaus. Im Laufe der Jahre verlegte sich das öffentliche Schaffen vom Stammtisch auf die Konzertbühne, wo die Gruppe als sogenannte "Brass-Volxmusik-Universalmusiker" in einer Mischung aus traditioneller Bläsergruppe, Musikkabarett, Heimatabend und Rockkonzert vor das Publikum traten. Die Musikanten sind zum Teil Berufsmusiker, zum Teil in anderen Bereichen Tätige und Studenten. Die Noten des hier zu hörenden Stückes gingen bei einem Computerabsturz verloren. Da die Gruppe ihre Stücke meist ohne Noten spielen, wurden diese nicht nochmals neu aufgezeichnet.
Der traditionelle Hüttenberger Reiftanz ist ein bergmännischer Brauchtumstanz, der alle drei bis vier Jahre am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem so genannten Dreifaltigkeitssonntag in Hüttenberg getanzt wird. Dieser Tanz gehört mit seiner langen Tradition zu den vollständigsten erhaltenen Reiftänzen, die auf die Tanzform des Schwerttanzes zurückgehen. Neben den vierundzwanzig männlichen Reiftänzern und der Reiftanzbraut spielen zwei Narrengestalten eine Rolle. Diese sind der Kommandant Hans Obermoar und dessen eher scherzhafter Helfer, der „Schwoafträger". Eröffnet wird der Reiftanz durch einen Spruch Hans Obermoars, der mit einer Phantasieuniform und einem Dreispitz am Kopf bekleidet ist. Der im Fleckerlgewand kostümierte „Schwoafträger" tanzt immer wieder aus der Reihe und zieht so die Aufmerksamkeit des Kommandanten auf sich.
Die Melodie des Reiftanzes erklingt im ersten Teil hundertacht Mal und begleitet die komplizierten Tanzfiguren. Daraufhin ertönt ein Walzer, gefolgt vom kurzen „Schertanz", der den Abschluss bildet. Nach dem Tanz folgt das „Pritschen" - Hans Obermoar erteilt dabei den Festgästen jeweils drei Klatschenhiebe mit der Pritsche, die symbolisch Glück und Gesundheit in den folgenden drei Jahren verheißen sollen. Diese Tätigkeit kann sich bis zum nächsten Tag, dem „Pritschenmontag" hinziehen, der in Hüttenberg als Feiertag gilt.
Der Bergbau in Hüttenberg geht auf die Zeit der Römer zurück, die norisches Eisen in Kärnten abbauten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen erste Nachrichten über einen alten Männerkettentanz auf. 1742 wurde den Hüttenberger Knappen im Knappschafts-Freiheitsbrief die Berechtigung der Abhaltung ihres Aufzuges sogar verbrieft. Auch wenn das Bergwerk in Hüttenberg seit 1978 geschlossen ist, so leben kulturelle Ausdrucksformen der Bergmanntraditionen, wie Bergmusikkapelle, Tracht oder Reiftanz im Ort weiter.
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Das „Hiatamadl" ist ein Tanzlied und ein gleichnamiger Volkstanz, der sich in ganz Österreich, aber auch in Bayern und Teilen Frankens großer Beliebtheit erfreut. Insofern gibt es regional unterschiedliche Tanzformen und textliche Abweichungen. Generell ist der Tanz im 2/4-Takt und setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem langsamen Teil mit Tupftritten und einem mit schnelleren Paardrehungen. Der Tanz zählt zu den österreichischen Standardvolkstänzen.
Das seit dem Ende des 19. Jahrhunderts belegte „Hiatamadl" erlangte 1992 durch den Musiker Hubert von Goisern und den Alpinkatzen neuen Bekanntheitsgrad. Seine Version beinhaltet zwar beide Teile der Melodie, der überlieferte Text kommt jedoch nur in der zweiten Hälfte vor. Mit diesem Lied gelang Hubert von Goisern der Durchbruch, er zählt somit zu den Mitbegründern des Alpenrock. Mit der Etablierung dieses neuen Musikgenres, das zur „Neuen Volksmusik" zählt, traf die traditionelle Volksmusik auf die vom anglo-amerikanischen Raum geprägte Rock- und Popmusik. Diese Entwicklung wurde sowohl von der Rock- und Popszene als auch seitens der traditionellen Volksmusik kritisch begutachtet. Durch die individuellen Stärken dieser einzelnen Gruppen, wie Hubert von Goisern, Attwenger oder A Niada a Noar gewann jedoch die Volksmusik auch bei jungen Leuten wieder mehr an Popularität.
Video auf you Tube: Jugendvolkstanzgruppe Obergnas / Steirisches Vulkanland
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Streiflichter und Skizzen sind es, die vom frühen Gebrauch des Alphorns im Raum Salzburg Auskunft geben. In der mittelhochdeutschen Liederdichtung „Mönch von Salzburg" finden sich ebenso einzelne Hinweise wie in den Kompositionen Leopold Mozarts ("Pastorell Synfonie mit Hirtenhorn") oder im "Mittersiller Stockurbar" aus dem Jahre 1606.
Dem mittlerweile verstorbenen Musiker und Lehrer Wilhelm Schwaiger sen. lag - nach der Entdeckung einer "Holzröhre auf einem Abfallhaufen", die sich als Alphorn entpuppte - viel daran, das Instrument im Raum Salzburg/Pinzgau wieder zu beleben. Unter anderem richtete er Melodien für Alphorn ein und gründete die Maria Almer Alphornbläser.
Eng mit dem Repertoire dieses Ensembles in Zusammenhang steht die Instrumentalform der sogenannten Weisen. Dabei handelt es sich um Volksliedmelodien, die von Instrumenten nachgespielt werden. Die vorliegende Weise etwa gründet auf dem Volkslied "Auf der Åm, då iss so lustig", das von Anton Günther (1876-1937) komponiert und gedichtet worden war. Das Hauptmotiv dieses Liedes bildet - mit Wiederholung - die vom Alphorn-Ensemble gespielte Weise, aufgezeichnet zwischen 1998 - 2001. So wie in vielen Jäger- und Almliedern wird im Lied die Alm zum idyllischsten Platz der Welt erkoren, die der Sänger mit keinem König tauschen möchte. Einzig in der letzten Strophe kommt Wehmut auf, da der „Bua" hier zwar von Natur umgeben ist und sich frei fühlt, jedoch im Bewusstsein ohne „Diandal" zu bleiben.
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Dieser Jodler stammt aus der Schweiz und ist nur mündlich überliefert. Die Interpretin dieses traditionellen Jodlers, Christina Zurbrügg, stammt selbst aus der Schweiz, aus dem Berner Oberland. In ihrem Film „Bleiben oder Gehen", produziert mit Michael Hudecek, wird ihr Heimatdorf Kiental zum Thema gemacht. Das Dorf erlangte Berühmtheit, da es Schauplatz einer Geheimsitzung Wladimir Lenins sowie Inspirationsquelle für Friedrich Dürrenmatts Theaterstück „Der Besuch der alten Dame" war. Aus Original-Filmaufnahmen aus den 1950ern vom Kameramann Landtwing und gegenwärtigen Aufnahmen der beiden Regisseure entstand eine Komposition einer vergangenen und teils verlorenen Bergbauernkultur mit modernen, touristischen Einflüssen der Gegenwart. Thematisiert wird auch der Lebensweg einzelner Menschen aus Kiental, deren Höhen und Tiefen sowie Erinnerungen an ihre eigene Kindheit. Der Film trägt durch wiederholende Film- und Musiksequenzen einen zyklischen Charakter, der dem Jahreskreislauf gleicht. Besonders die typischen Jodler von Christina Zurbrügg lassen das Gefühl einer Sehnsucht nach Erfüllung aufkommen, die heute im Urlaub als auch im Alltag gesucht wird.
Als Filmmusik arrangiert kommt auch dieser Abschiedsjodler vor. Entstanden ist dieses Arrangement aus der Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Musiker Klaus Hollinetz beim „Komponistenforum Mittersill" 2001 mit dem Thema „Volksmusik". Er war lange Zeit der Eröffnungsjodler bei den Konzerten Zurbrüggs - ein Solo mit Gesang und Akkordeon. Das Akkordeon ist dabei verlangsamt und bekommt so diesen orchestralen Sound. Leider lassen sich die Wurzeln des Jodlers oder auch erste Aufzeichnungen nicht zurückverfolgen. Die Musikerin hat diesen Jodler im Zusammenspiel wieder aufgegriffen und er hat somit Eingang in ihr musikalisches Repertoire gefunden.
Heute lebt Christine Zurbrügg seit vielen Jahren in Wien und setzte sich viel mit dem österreichischen Jodeln und Dudeln auseinander. In ihren eigenen Kompositionen fließen immer wieder traditionelle Musikformen ein. Die Musikerin komponiert auch viele selbst. Ihre eigenen Kompositionen und Arragenments zeichnen sich durch eine experimentierfreudige, originelle Kombination von Gesang, Rap und Jodeln aus. Damit schafft sie es eine Mischung von archaisch-urbanen Sounds mit Loops, Naturklängen und Elektronika zu kreieren.
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Der Maschkeratanz wird in Steinfeld kurz vor Mitternacht in die letzte Faschingsunterhaltung eingeschoben. Er lässt sich etwa hundertzwanzig Jahre zurückdatieren und wurde nach einer Unterbrechung 1952 erstmals wieder aufgeführt. Es handelt sich dabei um einen maskierten Gruppentanz, der von sechs Tanzpaaren, bestehend aus Türke/Türkin, Zigeuner/Zigeunerin, Hirte/Sennerin, Tiroler/Tirolerin, Wirt/Wirtin und einem Greisenpaar, ausgeführt wird. Die Figuren ziehen unter der Leitung des Schalknarren „Paschi" ein, der mit einer Zipfelmütze und Schellen kostümiert ist und als Accessoire eine Rossschweifrute und einen Drahtring trägt. Einerseits „kehrt" er den tanzenden Paaren den Weg frei, andererseits versucht er sie aus dem Takt zu bringen und treibt seine Späße mit den Tänzern und Tänzerinnen. Der im ¾ Takt gehaltene Tanz wird im ersten Teil von Einzelpaartänzern im Hüpf- und Gehschritt und dem rhythmischen Schunkeln der anderen Paare dominiert.
Im zweiten Teil schließt ein Reiftanz an, gefolgt von einer Polka, die ihren Abschluss im Auszug der Paare findet, wieder begleitet vom symbolischen „kehren" des „Paschi". Dieses kehren kommt nicht nur dem Platzmachen, sondern auch einer symbolischen Reinigung gleich, die die Tanzpaare vor Beschwerlichkeiten beschützen soll. Durch den Schalknarr, dem eigentlichen Anführer, kommt auch die Nähe zum bergmännischen Knappentanz zum Ausdruck.
Hier wird der Maschkeratanz von der Gruppe FlöZiHaBOK, die sich aus fünf Musikschullehrern zusammensetzt, gespielt. Anders als viele, die die Blockflöte nach den ersten Musikstunden zur Seite legen, spielt dieses Instrument bei den FlöZiHaBOKs eine wichtige Rolle.
Video auf you Tube: "Maschkeratanz" aufgeführt in Steinfeld, kommentiert von Franz Koschier
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Es gibt keine historischen Belege aus der Region des heutigen Landes Vorarlberg für die Verwendung des Alphorns als Hirteninstrument. In der alemannischen Nachbarschaft ist es dagegen seit Jahrhunderten bekannt - als Lockinstrument für Tiere und seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Fremdenverkehrsattraktion.
Seit wenigen Jahrzehnten wird nun das Alphornblasen in Vorarlberg, wie auch das chorische Singen des schweizerischen Jodelliedes, von Nachkommen der aus der Schweiz zugewanderten Walser gepflegt. Heute gibt es mehrere Gruppen, u.a. im Montafon, in Lech und in Frastanz. Sie bereichern die instrumentale Vielfalt im Sommer insbesondere bei Bergmessen und Weisenbläsertreffen. Heinz Bitschnau schuf dafür eine eigene „Alphornmesse".
Brand ist eine alte Walsergemeinde, in der vor 28 Jahren, ausgehend von der örtlichen Blaskapelle, die Initiative zur Gründung eines Alphornensembles zur instrumentalen Bereicherung der Blasmusikkonzerte entstand. Zu Alois Beck, einem Mitglied der Blaskapelle Brand, gesellten sich weitere Musikanten, Instrumente wurden angekauft. Die Alphorngruppe besteht auch heute aus drei bzw. vier Personen (Alois Beck, Herbert Kegele, Willi Nesler und Hansruedi Elsener), sie musiziert wöchentlich vor einer imposanten Bergkulisse bei den Brandner Platzkonzerten, im Sommer bei Alpmessen und Alphornbläsertreffen. Dazu kommen Auftritte im ORF (u.a. Klingendes Österreich) und Tonaufnahmen. Der Leiter, Alois Beck, schuf für sein Ensemble geeignete Kompositionen, darunter auch 1979 den „Gruß vom Lünersee".
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Die Herkunft dieses Liedes ist unklar. Flugblätter „Mir san Landsleut" aus dem Blaha Verlag in Wien um 1890 handeln von Linzer und Böhmischen Landsleuten bzw. waren auch mit „Weanerische Landsleut" zu singen. Die Liedentstehung bezieht sich hier wohl auf die durch die zunehmende Industrialisierung ausgewanderten Landarbeiter aus der Gegend um Linz und den Böhmerwald in die Fabriken der Stadt Wien. Später fand das Lied wohl wieder Einzug in die Heimat.
Gustav Jungbauer zeichnete bereits 1912 und 1923 Versionen des im Böhmerwald mehrfach verbreiteten Liedes auf, welche er 1930 in der Sammlung „Volkslieder aus dem Böhmerwalde" veröffentlichte. Die vorliegende Fassung stammt von 1925 aus der Oberösterreichischen Volkstanzsammlung von Hermann Derschmidt, überliefert vom Knecht „Link" in Klaffer am Hochficht im Mühlviertel. Sie ist anlässlich der Kulturhauptstadt Linz 09 im Liederheft "Z'Linz auf da Bruckn" vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegeben worden. In Verbindung mit der Walzerweise „Es gibt kalte Wasserl, es gibt kalte Brünn" gehört die Zweivierteltaktweise „Drum san ma Landsleut, linzerische Buama" zum Volkstanz „Deutscher Umgang" und ist auch auch unter „Linzer Polka" zu finden.
Der Tanz zählt zu den Gattungen der Kontratänze. Was bedeutet, dass man nicht in Paaren tanzt, sondern in Gruppen. Diese Form war im 17. und 18. Jahrhundert weit verbreitet und wurde von Johann Strauß Vater von Frankreich nach Wien eingeführt. Es gibt verschiedenste Formen von Gruppentänzen und in diesem Fall tanzt der Mann mit zwei Frauen. Der „Deutsche Umgang" besteht aus zwei Rhythmen. Die Strophe steht im 3/4 Takt und der Refrain im 2/4 Takt. Die Tanzschritte orientieren sich jeweils nach dem vorgegebenen Rhythmus.
Die bekannte Weise wird heute sowohl zum Tanz als auch als Lied gesungen.
Hier spielen die Urfahraner Aufgeiger, entnommen der CD Tänze aus Oberösterreich 2 von 1998. Aufgrund der Bestrebung, einen eigenen Zuganz zu den lokalen musikalischen Wurzeln zu finden, spielen die Musiker seit etwa 1980 mit zwei Melodie Geigen und dazu wechselnder Besetzung zusammen.
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Das Stück On/Off ist im Rahmen eines Schulprojektes „Mit allen Sinnen“ im Schuljahr 2008/2009 an der Musikschule in St. Johann in Tirol entstanden. Um das Klangspektrum der fast ausschließlich im Alpenraum zu findenden Zither auszuloten, arrangierte der Projektleiter Martin Mallaun mit seinen SchülerInnen Melanie Keuschnigg, Steffi Wagner, Theresia Spiegl, Barbara Valenta, Thomas Taxer und Helmut Oberhauser ein Stück für sechs Zithern und Posaune. SchülerInnen des Bundesgymnasiums St. Johann in Tirol fertigten, inspiriert von diesen Klängen, Bilder an.
Das Stück lehnt sich am Konzept der Minimal Music der 1960er Jahre an. Ihre Hauptverfechter sind u.a. Philip Glass, Terry Riley oder Steve Reich, die im Stück klanglich spürbar werden. Das Konzept der Minimal Music geht davon aus kurze musikalischer Grundmuster aneinander zu reihen, die mehrfach wiederholt und als kurze perkussive Patterns bezeichnet werden. Diese Patterns werden mithilfe neuartiger Spieltechniken erzeugt, etwa durch Präparierung der Instrumente: Bearbeitung mit Radiergummi, Stricknadeln, Bottleneck und Gitarrenplektron. Ausgehend von einfachen Patterns führen die Stücke zu komplexen rhythmischen Überlagerungen. Im Stückteil Off wird das Zithersextett durch eine Improvisation des Jazzposaunisten Alois Eberl erweitert.
Beeinflusst wurde die Komposition u.a. auch durch den Zitherspieler Georg Glasl, der sich neben alter und zeitgenössischer Musik zunehmend der regionalen Volksmusik zuwandte, um diese neu auszuleuchten und in einen Dialog mit anderen Musikstilen zu bringen. Ein weiterer Einfluss ist durch den Tiroler Komponisten und Musiker - Christoph Dienz spürbar, der in seinen Projekten die Zither mit neuen Spieltechniken entdeckt und ihr ungeahnte Sounds entlockt.
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Als Grundlage dieses Tanzliederquodlibets dienten dem Komponisten Lorenz Maierhofer ein Jodler, ein Lied und ein Tanz, die im alpenländischen Raum weit verbreitet und beliebt sind. Das Lied kann sowohl als Kanon als auch instrumental ausgeführt werden. Die 1. Stimme setzt sich aus Motiven der Ennstaler Polka zusammen, die 2. Stimme nach dem Volkslied „Hintn bei der Stådltür“ und die 3. Stimme nach dem Admonter Echojodler. Diese Komposition jüngeren Ursprungs erschien erstmals 1988 in der Reihe „Volksmusik aus der Steiermark“ in der Ausgabe „Jåhr und Tag, Neue Lieder aus der Steiermark“ von Lorenz Maierhofer im Verlag Doblinger.
Im Rahmen eines 2007 durchgeführten Schulprojektes „Back to the roots – alpenländische Volksmusik und afrikanische Rhythmen“ wurde dieses Lied von den mitwirkenden SchülerInnen der Musikhauptschule Dr. Theodor Körner II / St. Pölten einstudiert und auf der CD „Wir für Afrika“, die noch andere verschiedenste afrikanische Lieder und Spirituals enthält, publiziert
Tonbeispiel Admonter Echojodler
Tonbeispiel Hintn bei der Stodltür
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Bei diesem Lied handelt es sich um einen gesungenen Zwiefachen, der in ganz Österreich und in Bayern bekannt ist. Entsprechend seinem charakteristischen Merkmal, dem Wechsel zwischen geradem und ungeradem Takt in der Tanzmelodie, wird der Zwiefache mit Schritten des Walzer-Rundtanzes (3/4-Takt, Abkürzung "W") und des Zweischrittdrehers (2/4-Takt, Abkürzung "D") getanzt. Musikalisch werden die Viertelnoten des geraden Taktes auf die doppelte Länge der Viertelnoten des ungeraden gedehnt; so ist der Zwiefacher nicht nur ein takt- sondern auch ein tempowechselnder Tanz. Folglich stellt er für weniger geübte TänzerInnen eine Herausforderung dar. Wohl deshalb ist er auch unter der Benennung „Tratzer“ bekannt, da der Rhythmus die TänzerInnen „tratzte“ (narrte).
Taktwechselnde Tänze in der Art des Zwiefachen können bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Seine Blütezeit liegt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aus dieser Zeit stammen auch die ältesten erhaltenen Notendrucke. Kerngebiete des beliebten Tanzes sind Niederbayern und die Oberpfalz. Durch regen Austausch über die Landesgrenze kamen viele Zwiefachen ins Innviertel nach Oberösterreich. Oberösterreichische Tanzkreise nahmen den Zwiefachen auf, der schließlich auch in das Tanzrepertoire weiterer Bundesländer aufgenommen wurde. Heute stellt der Zwiefache in vielen Gebieten Österreichs einen festen Bestandteil des Tanzprogrammes dar.
Auf der Tonaufnahme sind die Vöcklabrucker Spielleut in der Besetzung Gerhard Kosch, Fritz Höchsmann, Irmlind Dienesch, Heidrun Schuller Geige, Maria Leixner Harfe und Wolfgang Juchum Bassgeige zu hören. Seit 1980 spielen sie regelmäßig bei Tanzfesten und anderen Anlässen auf und erlangten über das Bundesland hinaus Bekanntheit. So sind sie auch auf der 1998 erschienenen CD Tänze aus Oberösterreich, Volume 2 (Herausgeber Oberösterreichisches Volksliedwerk) zu finden.
Besonders beliebt ist das Tanzlied auch bei Kindern und findet sich im 2009 vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegebenen Liederbuch „Leitl, müassts lustig sein“.
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„El Cóndor pasa“ (Der Kondor fliegt vorüber) wurde vom peruanischen Komponisten Daniel Alomía Robles (1871-1942) im Jahr 1913 für den Schlussakt des gleichnamigen Theaterstückes - als Zarzuela dramatica bezeichnet - komponiert. Die Zarzuela dramatica verarbeitete die sozialen Missstände der indianischen Minenarbeiter durch ihre Besitzer. Bei dem im Liedtitel genannten „Cóndor“ handelt es sich um einen in den Anden beheimateten Geier. Er wird im Theaterstück als Symbol der Freiheit angerufen, um die Betroffenen von ihren Belastungen zu befreien und sie zurück ins Inkareich zu bringen. Wahrscheinlich liegt ein peruanisches Volkslied dieser Komposition zugrunde.
Vom Komponisten zunächst also nicht primär als Lied angedacht, erfuhr es im Laufe der Zeit textliche Ergänzungen und musikalische Modifikationen. Insgesamt sind über 4500 Versionen des Liedes, in verschiedenen Landessprachen, weltweit verbreitet. Zu den wohl bekanntesten - zumindest im europäischen Raum - darf die Fassung des Duetts Simon & Garfunkel (1970) gezählt werden. Die Musiker haben sicherlich nicht unwesentlichen zu dem großen Bekanntheitsgrad, den das Lied gegenwärtig erfährt, beigetragen. Es gehört zum fixen Repertoire von Straßenmusikern, die als indigen gekleidete Gruppen auftreten und das Lied so zum Inbegriff von Volksmusik der Ureinwohner aus Südamerika wurde. 2004 wurde „El Cóndor pasa“ schließlich vom Kulturministerium Perus zum nationalen Kulturerbe erhoben.
Das Stück wird hier von Angelo Ursini (Quena), Carlos Valverde Rodrigues (Quena), Ricardo Manzur (Bombo), Guillermo Noriega (Violão), Theron Fuhrmann (Bajo) gespielt und ist in der Publikation „Suserl trifft Ali“ des Steirischen Volksliedwerks enthalten, die damit einen Beitrag zum Interkulturellen Dialog leisten möchte. Die Instrumente sind in der Musizierpraxis Südamerikas gängig: Quena – eine Holzlängsflöte, Bombo – eine große Trommel, Violão – eine große Mandoline und Bajo – der Bass. Zu diesem Stück kann der bolivianische Tanz „Grabaciones“ getanzt werden.
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Streiflichter und Skizzen sind es, die vom frühen Gebrauch des Alphorns im Raum Salzburg Auskunft geben. In der mittelhochdeutschen Liederdichtung „Mönch von Salzburg" finden sich ebenso einzelne Hinweise wie in den Kompositionen Leopold Mozarts ("Pastorell Synfonie mit Hirtenhorn") oder im "Mittersiller Stockurbar" aus dem Jahre 1606.
Dem mittlerweile verstorbenen Musiker und Lehrer Wilhelm Schwaiger sen. lag - nach der Entdeckung einer "Holzröhre auf einem Abfallhaufen", die sich als Alphorn entpuppte - viel daran, das Instrument im Raum Salzburg/Pinzgau wieder zu beleben. Unter anderem richtete er Melodien für Alphorn ein und gründete die Maria Almer Alphornbläser.
Eng mit dem Repertoire dieses Ensembles in Zusammenhang steht die Instrumentalform der sogenannten Weisen. Dabei handelt es sich um Volksliedmelodien, die von Instrumenten nachgespielt werden. Die vorliegende Weise etwa gründet auf dem Volkslied "Auf der Åm, då iss so lustig", das von Anton Günther (1876-1937) komponiert und gedichtet worden war. Das Hauptmotiv dieses Liedes bildet - mit Wiederholung - die vom Alphorn-Ensemble gespielte Weise. So wie in vielen Jäger- und Almliedern wird im Lied die Alm zum idyllischsten Platz der Welt erkoren, die der Sänger mit keinem König tauschen möchte. Einzig in der letzten Strophe kommt Wehmut auf, da der „Bua" hier zwar von Natur umgeben ist und sich frei fühlt, jedoch im Bewusstsein ohne „Diandal" zu bleiben.
















