Der Zillertaler Tramplan ist eine alte, mündlich tradierte Polka, die von Karl Horak (1908 -1992) aufgezeichnet wurde. Karl Horak war Sammler und Herausgeber unzähliger Sammlungen für Tänze, Kinderspiele und Instrumentalstücke in Österreich, mit Schwerpunkt Tirol.
Der Tramplan ist bis heute im Repertoire vieler Zillertaler Geigenmusikgruppen zu finden. Ursprünglich stammt die Bezeichnung „Tramplan" vom Wort „Polka tremblante", einem Gesellschaftstanz, der im 18. Jahrhundert sehr beliebt war, ab. Als Überlieferer des Stückes gilt der aus Hart in Tirol stammende Hans Wurm - vulgo „Millacher" (1876 - 1955), von ihm stammt eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1940.
Der „Zillertaler Tramplan" ist in der heutigen Zeit allerdings häufiger als „Zillertaler Hochzeitsmarsch" bekannt, welcher 1992 durch die „Zillertaler Schürzenjäger", einer volkstümlichen Musikgruppe, populär wurde. Es ist nur eines der zahlreichen traditionellen Stücke, die weite kommerzielle Verbreitung gefunden haben.
Hier spielt das Stück die Stualausmusig. Der Dialektausdruck „stualaus" beschreibt einen Zustand, bei dem es sozusagen „drunter und drüber" geht. So ist es das Ziel der fünf Musikanten aus dem Zillertal, regionale Volksmusik in einer möglichst freien, frischen und spontanen Weise darzubieten. Seit 2001 musizieren sie in unterschiedlichen Besetzungsvarianten, wobei entweder zwei Geigen oder Klarinette und Posaune als melodieführende Instrumente verwendet werden. Begleitet werden diese von Harfe, Steirischer Harmonika und Bass. Die Tonaufnahme entstammt der CD "Und im Zillachtal drinnen ... Musikalische Volkskultur im Zillertal", die 2008 erschien und sich aus einer Fülle an Feldforschungen zusammensetzt.
Noten
Video auf you Tube: "Zillertaler Hochzeitsmarsch" vom Konzert "20 Jahre Zillertaler Schürzenjäger- Rebellion in den Alpen" (1993)
Literaturhinweis