Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Walzer

Der beliebte Gesellschaftstanz stammt vom deutschen Wort „waltzen" ab, welches ursprünglich „auf der Walz (Wanderschaft)" bedeutete. Seine Entstehung ist in deutschen und österreichischen Bauerntänzen, dem Ländler, der Allemande (Deutscher) und dem Langaus (Zweischrittdreher) des 18. Jahrhunderts zu finden. Erst nach und nach wurde der Deutsche und in Folge das paarweise Drehen um die eigene Achse von der städtischen Bevölkerung übernommen. Denn die im akzentuierten ¾-Takt schwingenden Drehungen der Paare bildeten am Beginn des 19. Jahrhunderts eine tänzerische Befreiung von den vorgeschriebenen Zwängen der Tänze in Adels- und Bürgerkreisen.
Vorallem Komponisten wie Johann Strauß Vater und Sohn, aber auch Josef Lanner oder die Brüder Schrammel entwickelten den Walzer zu einem als typisch wienerisch erkennbaren Stil. Mit dem Wiener Kongress 1814/1815 begann der Siegeszug des Wiener Walzers rund um die Welt und verdrängte das Menuett bzw. den Deutschen in den höheren Gesellschaftsschichten.


Gegenüber dem Gesellschaftstanz ist die Tanzhaltung beim Volkstanz weniger streng. Volkstänze wie „Eiswalzer" oder „Neudeutscher" kombinieren verschiedene Schrittfolgen mit dem Walzer.


Konzertwalzer und Walzerlied in Unterhaltungsmusik, Operette und Oper wurden zu eigenen Kategorien der Musikgeschichte.

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