Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Polka

Die Polka ist eine meist acht- oder sechzehntaktige Tanzform im 2/4-Takt. Der böhmische Begriff Polka stammt vermutlich von „Pulka" und steht für Hälfte, Halbschritt, Schrittwechsel. Der Begriff verdrängte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts andere regionale Bezeichnungen für Zweischritt-Drehtänze wie „Hopser", „Hupfer" oder „Dreher". Synkopenreich und im langsameren Marschtempo deuten „Böhmische Polkas" noch heute ihre Herkunft an.

Die Polka zählt neben dem Walzer zu den beliebtesten Gesellschaftstänzen in Europa. Hier hat sie durch die Werke genialer Tanzkomponisten eine große Verbreitung erfahren. Johann Strauß Sohn führte im Wiener Salon die Schnell-Polka bzw. den Galopp ein.

Die zwei Grundtypen - Polka schnell und Polka française - bestimmen den Charakter und das Tempo des Tanzes. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verbreiteten sich regional unterschiedlich getanzte und im Tempo variierende Versionen wie etwa die „Bairisch Polka" (Boarische), die Franzé, der Tramplan oder die „Zepperl-Polka".


Typologisch zählen auch die choreographisch verschiedenartig getanzten Gattungen wie Rheinländer und Schottischer zur Polka.

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