Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Ländler

Die Existenz des Ländlers in Tausenden von handschriftlichen Spielheften von Musikanten zeugt von dessen Beliebtheit. Ein Ländler besteht aus vier,- acht- oder sechzehntaktigen, reich verkleinerten Strukturen, die im ¾-Takt notiert sind. Seine stilistischen Ausprägungen in Steirer, Landler und Schuhplattler machen ihn zum musikalischen Sinnbild der „musica alpina".
Auch die verschiedenartigen, oft komplizierten choreographischen Ausführungen in regional unterschiedlichen Paar- und Gruppentänzen bilden die Einzigartigkeit des Ländlers. Dazu gehören unter anderem das Paschen und Stampfen, begleitet von Gstanzln.

In den Jahrzehnten um 1800 hatte der Ländler auch im Tanzrepertoire der Städte einen hohen Stellenwert. In der frühen Romantik sowie in späteren Formen der westlichen Kunstmusik begegnet uns der Ländler - von den Klavierkompositionen Franz Schuberts bis hin zu den Sinfonien Gustav Mahlers, in denen er als Tempobezeichnung und persifliert zitathaft erscheint.


Melodisch gehören auch „Weana Tanz" (Wiener Tänze), welche reine Vorspielstücke ohne Tanzbewegungen sind, und der „Schleunige" der Familie der Ländler an. Schleunige laufen auch unter den Begriffen: Pfannhauser, Trapperl oder Almerischer. Verwandtschaften weist dieser zudem zu Schwert- und Schützentänzen auf.

 

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