

Technological and economic developments of recent decades have caused rapid growth of the music industry. The industry saw the commercial potential of folksy music. Music shows such as "Musikantenstadl" or the "Folk Music Grand Prix" were created and led to fundamental changes in the general appreciation of what folk music is. The invention of digital recording methods led to a boom in the production of sound media. Any group can now create and distribute its own sound documents at a minimal charge.
On the one hand most recently, Internet platforms such as YouTube have given music groups the ability to present themselves publicly with very little overhead. On the other hand, downloading options exist for all musical genres. Music is thus available any time and anywhere, and this often leads to an extremely passive musical behaviour and consumption.
The Internet is now slowly being discovered as a research landscape.

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Florian Pedarnig (*1938) komponierte das Lied vor etwa fünfzig Jahren im Alter von 18 Jahren, der Text stammt aus der Feder seines Bruders Josef. 1985 gab er es zur Veröffentlichung frei. Inhaltlich dreht es sich um die „Huldigung" Tirols, sowie die Abtrennung Südtirols vom restlichen Tirol. Seit vielen Jahren zählt es zum fixen Repertoire der Tiroler Blasmusikkapellen. Hier spielt die Musikkapelle Absam beim Tiroler Musikfest 2008 in Absam. In alpenländischen Liederbüchern taucht es erst in der jüngsten Ausgabe von Thomas Nußbaumer auf, heute ist das Lied bei Jung und Alt weit über die Landesgrenzen bekannt. Es wird bei Konzerten, Liederabenden, bei politischen und sportlichen Veranstaltungen genauso gespielt wie im Bierzelt, beim Apres Ski oder in der Disco.
Ende 2006 bis Anfang 2007 zählte es auch zu den am meisten heruntergeladenen Klingeltönen in Tirol. Was trug nun zum Bekanntheitsgrad bei? Der Tiroler Musikant und Sänger Andreas Westendorff kreierte vor wenigen Jahren eine remixte Version des Liedes. Kurz darauf war der Schriftzug „Dem Land Tirol die Treue" plötzlich auf T-Shirts, Mützen, ... zu finden. Hohe Verkaufszahlen belegen die Liebe zu diesem Lied gerade bei jungen Leuten, auch wenn so mancher über die Verunstaltung des Liedes seinen Unmut äußert. Beim Singen des Liedes steht einerseits die Liebe zu Tirol im Allgemeinen andererseits auch patriotisches Gedankengut über die Trennung der beiden Landesteile im Vordergrund, das immer wieder zu Kontroversen führt.
Partitur
Video auf you Tube: "Dem Land Tirol die Treue" am Nova Rock 2007
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Der Zillertaler Tramplan ist eine alte, mündlich tradierte Polka, die von Karl Horak (1908 -1992) aufgezeichnet wurde. Karl Horak war Sammler und Herausgeber unzähliger Sammlungen für Tänze, Kinderspiele und Instrumentalstücke in Österreich, mit Schwerpunkt Tirol.
Der Tramplan ist bis heute im Repertoire vieler Zillertaler Geigenmusikgruppen zu finden. Ursprünglich stammt die Bezeichnung „Tramplan" vom Wort „Polka tremblante", einem Gesellschaftstanz, der im 18. Jahrhundert sehr beliebt war, ab. Als Überlieferer des Stückes gilt der aus Hart in Tirol stammende Hans Wurm - vulgo „Millacher" (1876 - 1955), von ihm stammt eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1940.
Der „Zillertaler Tramplan" ist in der heutigen Zeit allerdings häufiger als „Zillertaler Hochzeitsmarsch" bekannt, welcher 1992 durch die „Zillertaler Schürzenjäger", einer volkstümlichen Musikgruppe, populär wurde. Es ist nur eines der zahlreichen traditionellen Stücke, die weite kommerzielle Verbreitung gefunden haben.
Hier spielt das Stück die Stualausmusig. Der Dialektausdruck „stualaus" beschreibt einen Zustand, bei dem es sozusagen „drunter und drüber" geht. So ist es das Ziel der fünf Musikanten aus dem Zillertal, regionale Volksmusik in einer möglichst freien, frischen und spontanen Weise darzubieten. Seit 2001 musizieren sie in unterschiedlichen Besetzungsvarianten, wobei entweder zwei Geigen oder Klarinette und Posaune als melodieführende Instrumente verwendet werden. Begleitet werden diese von Harfe, Steirischer Harmonika und Bass. Die Tonaufnahme entstammt der CD "Und im Zillachtal drinnen ... Musikalische Volkskultur im Zillertal", die 2008 erschien und sich aus einer Fülle an Feldforschungen zusammensetzt.
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In dem Lied putzt sich die schöne Jelena heraus. Sie will nicht arbeiten, und wenn sie etwas erntet, wirft sie es vor die Pferde. Das Lied ist ein kroatisches Volkslied aus dem Nordburgenland und in mehreren Melodien überliefert. Joseph Haydn zitiert das Lied im Finalsatz seiner Symphonie Nr. 104.
Die kroatische Minderheit im Burgenland (kroatisch „Gradišćanski Hrvati") wurde im 16. Jahrhundert zu wirtschaftlichen Zwecken und zur Verteidigung gegen das immer wieder vorrückende Osmanische Reich in diesem Raum angesiedelt. Es ließen sich hauptsächlich kroatische Bauern nieder, die ihre jeweiligen Dialekte, Lebensgewohnheiten, Bräuche, Lieder und Tänze aus ihrem Heimatland mitbrachten. Dabei spielte die Dorfgemeinschaft eine maßgebliche Rolle zur Entwicklung des religiös-kulturell geprägten Vereinswesens. Besonders seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kultur der Burgenlandkroaten von Wien gefördert, um damit die antihabsburgische Stimmung in der ungarischen Reichshälfte einzudämmen, zu der das Burgenland damals zählte. Trotz intensiver Bemühungen der ungarischen Regierungen das Burgenlandkroatische zu verdrängen, gelang dies nur begrenzt. Seit das Burgenland jedoch 1920 der Republik Österreich angegliedert wurde, verminderte sich der kroatische Sprachgebrauch. Besonders unter dem Nationalsozialismus kam es zu einer Zurückdrängung der kroatischen Sprache und zu Verfolgung. Im Staatsgrundgesetz von 1955 wurde der Schutz der Minderheit verankert, welcher jedoch bis heute nicht immer vollständig erfüllt wird.
Seit Jahrhunderten leben im Grenzgebiet zu Ungarn Deutsche, Kroaten, Ungarn, Roma und Juden, die sich gegenseitig bereichern. So beeinflusste hianzische und kroatische Volksmusik Joseph Haydn, Franz Liszts holte sich Eindrücke bei Roma-Musikern. Auch die hier zu hörende Gruppe Heigeign wirkt im Spannungsfeld zwischen pannonischer Volksmusik, Pop und Jazz, mit Texten in Hianzisch, Burgenlandkroatisch, Roman und Ungarisch. Hier geben sie dem kroatischen Volkslied karibischen Flair.
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Der Liedinhalt basiert auf einer historischen Grundlage: Mit dem Untergang Konstantinopels 1453 fiel ganz Griechenland unter die Herrschaft der Osmanen. 1821 kam es zum erfolgreichen Aufstand gegen die Türken und im Folgejahr zur Verkündung der Unabhängigkeit Griechenlands. Von Westeuropa traten griechenfreundliche Freischaren in den Kampf ein, um die Gefahr 'vor der Haustür' zu bannen und den Freiheitskampf zu unterstützten. Durch den Londoner Vertrag stand Griechenland unter dem Schutz Englands, Frankreichs und Russlands. Als 1832 Griechenland zum Königreich erhoben und Prinz Otto von Bayern als König eingesetzt wurde, sollten Schutztruppen aus dem bayerischen Raum das Königreich festigen. Freiwillige wurden aus dem Böhmerwald, dem Mühl- und Waldviertel angeworben. In den Donauhäfen Passau und Spitz legten sie Richtung Griechenland ab und für viele war dies ein endgültiger Abschied aus der Heimat und dem von der Liebsten.
Dieses Lied ist auch unter dem Titel "Wachauer Schifferlied" bekannt, es wurde 1897 von Karl Liebleitner aufgezeichnet. Im Laufe der Jahre fand es Eingang in zahlreiche Liederbücher und damit ins Repertoire vieler Singgruppen.
In der Wachau gilt das Lied heute als heimliche Hymne und wird hier vorwiegend zur Begrüßung von Gästen gesungen. In der Niederösterreichischen CD Produktion „Meilensteine der Volksmusik" von 1997 singen das Lied Dorothea Draxler, Edgar Niemeczek und Konstanze Jäger.
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Wenn einer aus einer gemütlichen Runde zechfreudiger Gäste sich zum Heimgehen anschickt, wird gerne dieses Lied angestimmt, um diesen davon abzuhalten. Oft werden auch Stegreifstrophen angehängt. Der Vorname wird dann entsprechend abgeändert. Daher finden wir in der Überlieferung sowohl den Namen Franz als auch Hans. „Franz bleib da" wurde in Frauenhofen (Tulln) erst 1992 in der Sammlung Leopold Bergolth in „Lieder aus dem Tullnerfeld" veröffentlicht. Von „Hans bleib da" gibt es schon frühere Aufzeichnungen. Diese Version ist im ganzen Alpenraum verbreitet. Seit 2005 gibt es ein eigenes Liederbuch für Kinder und Jugendliche unter diesem Titel, welches vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegeben wurde. Dieses Trinklied findet nun aufgrund seiner einfachen Melodie als Klatschspiel Eingang in die musikalische Pädagogik.
Die hier musizierende Gruppe Terz Sterz ist vor einigen Jahren aus einem gemeinsamen Auftritt heraus entstanden. Sie spielt eigenwillig interpretierte Volkmusik aus Österreich und dem Umland. Terz Sterz sieht sich selbst als Gebrauchsmusik und spielt am liebsten zum Tanz bzw. als Straßenmusik auf. Sie lieben dieses Lied, da es sich speziell zum spontanen Musizieren eignet. Auf You Tube ist zu sehen, dass das Lied leicht noch andere Interpretationen zulässt.
Noten "Hans bleib da"
Noten "Franz bleib da"
Video auf you Tube: "Hans bleib da" interpretiert auf einer bayrischen Musikveranstaltung
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Im Jahr 1702 werden in Zell bei Waidhofen an der Ybbs zum ersten Mal Ländler Tänze für Geige aufgeschrieben und 1819 in die „Sonnleithner Sammlung" aufgenommen. Es sind dies die ältesten schriftlichen Dokumente der wichtigsten traditionellen Tanzform in Österreich. Die diesem Landler zugrunde liegenden Merkmale, wie das permanente Durchklingen des Grundtons oder der Quinte sowie die achttaktige Periode gehen auf die in ganz Europa bis Ende des 18. Jahrhunderts weit verbreitete Bordunmusik zurück.
In den 1970er Jahren begann man sich in ganz Europa u.a. mit alten Musiktraditionen auseinanderzusetzen. Dies hatte zur Folge, dass auch in Österreich die Bordunmusik wieder belebt wurde. Seit Anfang der 1990er Jahre werden unter anderem in Niederösterreich in regelmäßigen Abständen Bordunmusiktage veranstaltet, bei denen viele Teilnehmer ihre Liebe zu Borduninstrumenten fanden. Passende Musikstücke, wie dieser Landler, wurden dafür ausgegraben. Heute spielen diesen Landler einige Gruppen, die mit diesen Borduntagen in enger Verbindung stehen. Dazu zählt u.a. die vierköpfige Musikgruppe Hotel Palindrone. Sie vereinen österreichische Musiktraditionen mit Musik aus aller Welt und allen Genres zu neuen Klangformen. 2005 waren sie damit die Gewinner des „Österreichischen Worldmusic Audience Award". Ihre Musik hat mittlerweile auch international große Anerkennung gefunden. Hier spielen sie den Landler in folgender Besetzung: Tenorsaxophon, Geige, Mandola bzw. Bouzouki, Dudelsack (Bock) bzw. Klarinette.
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Einem Flugblattdruck zufolge wird der Text des Liedes „Wann i amoi stirb“ dem Wiener Volkssänger Carl Rieder (1819-1886) zugeschrieben. Auch das Lied „Hiatzt bin i no kloan“ war in dieser Zeit mit derselben Melodie in der ganzen Steiermark, insbesondere im Mürztal verbreitet. Peter Rosegger berichtete, dass er dieses Lied anlässlich seiner Musterung (1864) in Bruck an der Mur hörte. Er druckte es 1872 in „Volkslieder aus der Steiermark“ gemeinsam mit Richard Heuberger unter dem Titel „Das lustige Steirerlied“ in Hochsprache übertragen ab, um es so breiten Bevölkerungsschichten jedoch mit Herkunftssignet zugänglich zu machen.
Inwieweit „Wann i amoi stirb“ aus „Hiazt bin i no kloan“ oder umgekehrt entstand, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die Melodie scheint beliebt gewesen zu sein, da sich verschiedenste Textvarianten nachweisen lassen. Auch könnte die Melodie einer noch älteren Volksmelodie entlehnt sein. So datierte etwa Rudolf Wolkan „um 1865“ eine weitere textliche Variante mit dem Titel „Nur immer fidel, fidel!“, die laut einem weiteren Flugblattdruck mit der Melodie „Die flotten Geister, von Strauss“ gesungen werden sollte. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Melodie „Flattergeister“ von Josef Strauss (Op. 62, 1859). Danach tauchen noch weitere Textvarianten zur Melodie auf z.B. als scherzhaftes Loblied auf Wein, Bier, Most und Schnaps 1908 in Graz oder 1914 in Kärnten.
Die hier abgedruckten Noten mit Klaviersatz „Wann i amoi stirb“ zeigen deutlich die Wiener Prägung im melodischen durch einen langsamen Walzertakt mit einer absteigenden Melodiebewegung, als auch durch die inhaltliche Bezugnahme zum Tod, das die besondere Beziehung des Wieners zum Tod widerspiegelt. „Allweil fidel“ übernimmt die abschließende Funktion der Strophen als Kehrreim.
Heute bekannte Interpreten des Wienerliedes wie Karl Hodina und Roland Neuwirth begleitet dieses Lied schon durch das ganze Leben. Auf ihrer CD „Briada" vereinigen sich mit diesem Lied zwei Generationen Wienermusik auf einer Bühne. Karl Hodina, geboren 1935, ist seit den 1970ern besonders mit der Wiener Volksmusik verbunden. Durch seine Kompositionen erlebte das Genre der Wiener Lieder einen Aufschwung. Roland Neuwirth ist es gelungen, durch sein Festhalten am Wiener Dialekt, kombiniert mit modernen Musikeinflüssen wie dem Blues, dem Wienerlied neues Leben einzuhauchen.
Varianten: Hiazt bin i no kloan, Das lustige Steirerlied, Loblied auf Alkoholika
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Der Text des Liedes entstammt der Feder des Bregenzer Arztes und Mundartdichters Kaspar Hagen (1820 - 1885). Hagens schriftlicher Nachlass wurde am 1. Mai 1945 bei einem Angriff auf Bregenz zerstört, somit gibt es keine weiteren Hinweise zur Entstehung des Textes. 1872 wurde er in Hagens Gedichtband „Dichtungen in alemannischer Mundart" publiziert und in den 1940er Jahren von Frau Burger-Seeber (1913 - 2001) vertont.
Die Komponistin stammt aus einer musikalischen Familie mit Südtiroler und Kärntner Wurzeln. Musikunterricht erhielt die gelernte Buch- und Schreibwarenverkäuferin vom befreundeten Komponisten Ferdinand Rebay, der ihre Lieder, da sie nicht Notenschreiben konnte, zu Papier brachte.
Bereits 1942 wurde „O Hoamatle" im Liederbuch "Hellau" von Ploner gedruckt, 1951 in das Schulliederbuch von Robert Briem aufgenommen. Damit fand es in Vorarlberg weit reichende Verbreitung und gilt auch wegen seiner leichteren Singbarkeit bei Jung und Alt als "heimliche" Landeshymne. Hier wird das Lied von der Sängerrunde "Die Vogelweider" aus Dornbirn gesungen, die sich 1948 gründete und zahlreiche Tonträger produzierte. 1999 wurde "O Hoamatle" im Rahmen der CD-Produktion des ORFs "Die schönsten Volkslieder aus Österreich" mit der Sängerrunde "Die Vogelweider" aufgenommen. Die Beliebtheit des Liedes bei Alt und Jung verdeutlicht ein weiteres Tonbeispiel auf YouTube. Es stammt vom Landesjugendchor Vorarlberg "VOICES" und zeigt den Chor bei seiner Probe im Zug.
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„O du lieber Augustin" ist ein altes, im ganzen deutschen Sprachraum bekanntes, Tanzlied, dessen Melodie bereits 1670 am Kölner Karneval gesungen worden sein soll.
Das Lied handelt von Augustin Marx oder Marx Augustin (1643 - 1705), einem Wiener Dudelsackpfeifer und Bänkelsänger, der nach einer durchzechten Nacht in die Pestgrube fiel und dort bis zum Morgen schlief. Wundersamerweise überlebte er diese Nacht dank des genossenen Alkohols und zog umher, um davon zu berichten und die Leute damit zu unterhalten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich um eine Legende handelt, denn das Lied tauchte in Wien erst um 1800 auf und erfuhr unzählige Bearbeitungen als Tanzmusik, Opernparodie, für Klavier und für das Theater. Doch nicht nur in Wien sondern in ganz Europa wurde das Augustinlied zeitgleich musikalisch verarbeitet, daher könnte es von Sachsen nach Wien gekommen sein, wo es dann dem wienerischen Sprachgebrauch angepasst wurde. Die Pestlegende und das Lied bestanden lange Zeit nebeneinander, ohne in Zusammenhang gesetzt zu werden.
Erst der Wiener Sagensammler Moritz Bermann verband die beiden Teile 1865 und fortan wurde das Lied dem Lieben Augustin zugeschrieben, der in der Pestgrube landete. Die Beliebtheit des Augustinlieds ist dadurch dokumentiert, dass es unter anderem in Film, Operette, Kabarett, Kammermusik, Komödie, Theater und Singspiel vorkommt bzw. dass der Augustin als Namensgeber und Schutzpatron für Zeitschriften und Zeitungen dient - bis in die heutige Zeit hinein.
Seit dem Ersten Weltkrieg wird dieses Lied im Salzkammergut als Abschluss einer Veranstaltung im Zusammenhang mit den „Drei Schleunigen" gesungen. Das heißt, nach dem dritten Durchspiel des Schleunigen wird die Augustinweise in gedehnter Version als Kehraus eingebaut.
In Kindergärten und Schulen stellt die Handlung des Liedes heute noch eine beliebte Erzählung dar und das Lied wird gerne gesungen. Hier handelt es sich um eine Aufnahme der Kinder der Musik- und Singschule der Stadt Wien, welche 2008 anlässlich des 70. Jubiläums der Schule mit rund 1000 Mitwirkenden im Großen Saal des Wiener Konzerthauses ein aufwendiges Programm zum Besten gaben.
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Dieses Heimatlied stammt aus der Feder des Oberlehrers Johann Mack, einem gebürtigen Rosentaler. In der Zeit des Ersten Weltkrieges war er als Lehrer in Dollich bei Ferlach tätig. Nach der Besetzung Kärntens durch jugoslawische Truppen wurde er wie viele andere gefangen genommen. In seiner Gefangenschaft in Laibach, die geprägt war von der Ungewissheit, seine Familie und das Rosental je wieder zu sehen, entstand der Text zu diesem Lied. Durch die Volksabstimmung vom 10.10.1920 verblieb Kärnten bei Österreich, was auch den vielen Stimmen der Kärntner Slowenen zu verdanken war. Nun konnte Johann Mack wieder nach Hause zurückkehren. Froh über den Lauf der Dinge und dem Verbleib Kärntens bei Österreich, komponierte er die Melodie zum Text „O Rosental, du schönes Tal...". Verbreitung fand das Lied zuerst in seiner Familie, dann in der Schule.
Schließlich wäre es fast in Vergessenheit geraten, hätte nicht sein Sohn Ernst Mack das Lied mit dem Eppersdorfer Quartett verbreitet. Der Volksliedsammler und Musiklehrer Anton Anderluh (1896-1977), der gleichzeitig als vielseitiger Chorleiter dem heute typischen Kärntner Chorsingen und damit diesem Lied in Kärnten zu seinem heutigen Bekanntheitsgrad verhalf, setzte dieses Lied um 1930 für gemischten Chor.
Im Rosental erfüllt das Lied heute die Funktion einer Hymne. Fast bei jeder Veranstaltung wird es, sofern es nicht schon im Programm vorkommt, als gemeinsames Schlusslied gesungen. Auch bei Geburtstagen, Begräbnissen und im Gasthaus hört man es immer wieder. Hier singt es der Kammerchor Klagenfurt Wörthersee.
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Dieses Lied zählt zu den Moritaten - einer Liedform, deren Bezeichnung sich von „Mordtat" ableitet und zu einer Sonderform des Bänkelgesangs gehört. Solche Lieder, deren Inhalt Diebstähle, Morde und andere grausame Taten zum Gegenstand haben, wurden vielfach auf Jährmärkten und ähnlichen Veranstaltungen zur Unterhaltung vorgetragen. Üblicherweise stand der Vortragende auf einem hölzernen „Bänkel", aus dem sich die Bezeichnung Bänkelsänger ableitete. Dieser veranschaulichte gekonnt seine Erzählung mit einer Bildtafel. Dem Vorsänger war es auch gestattet, Flugblätter für diesen Zweck anzufertigen und zu verkaufen, die „ausführlich" die Mordtat beschrieben, alle Strophen und Illustrationen sowie Tugendlehren beinhalteten. Besonders in Städten waren die Flugblätter sehr beliebt und verbreiteten sich schnell. Nicht verwunderlich ist die Beliebtheit, da ein Grossteil der Bevölkerung nicht lesen und schreiben konnte und dieses Medium Nachrichtenübermittlung, Belehrung und Sensationslust in einem bündelte. Begleitet wurde der Sänger meist von einer Drehleier, einem Leierkasten oder ähnlichen Instrumenten.
In diesem Moritat mit dem Anfang „Zu Steinbach im friedlichen Orte, ergab sich ein schrecklich's Geschick!" wird in zwölf Strophen über den grausamen Mord an dem etwa 14 jährigen Sohn des Messerverlegers (heute gleichzusetzen etwa mit dem Eisenwarenhändler) Joseph Hönig zu Steinbach (bei Steyr) berichtet. Der Mord geschah am 03.03.1819 durch seinen Sprachmeister, Ribeth, der sich daraufhin selbst die Adern aufschnitt. Die Nachricht des verübten Mordes wurde wahrscheinlich kurz darauf mittels dieses Flugblattes verbreitet.
Das Lied wurde ohne Melodie aufgezeichnet, es entspricht in Takt und Versmaß jedoch dem bekannten Kinderlied „Ich geh mit meiner Laterne". Angepasst an den Inhalt der Mordtat ist dieses Lied in traurig wirkendem Moll gehalten, während „Ich geh mit meiner Laterne" in der fröhlicher wirkenden Durtonart gesungen wird.
Erste Text- und Melodiezeilen zu „Ich geh mit meiner Laterne" lassen sich bereits in der Wiener Singspielnummer „Die falsche Prima-Donna in Krähwinkel" (Text: Adolf Bäuerle, Musik: Ignaz Schuster) des frühen 19. Jahrhunderts nachweisen. Verbindungen gibt es auch zu seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufgezeichneten Liedern, die beim norddeutschen Kinderbrauch des spätsommerlichen Laternengehens gesungen wurden. Mit dem Aufkommen der Martinumzüge durch Kindergärten und Schulen Mitte des 20. Jahrhunderts entstand dann die dazu passende, heute im ganzen deutschen Sprachraum bekannte, Fassung.
Noten "zu Steinbach dem friedlichen Orte"
Noten zu "Ich geh mit meiner Laterne"
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Der Marsch wird einem gewissen Hans Schneider zugeordnet. Der Blasmusikverlag Kliment veröffentlichte den Marsch 1934 das erste Mal unter seinem Namen. Um wen es sich genau handelt ist allerdings nicht nachvollziehbar. Scheinbar war der „Achtungmarsch" in Österreich ein beliebtes Stück etlicher Blaskapellen und wurde oftmals bei Tanzveranstaltungen zur Eröffnung gespielt. Noch heute zählt der „Achtungmarsch" zum beliebten Repertoire vieler Volksmusik- und Blasmusikgruppen.
Wie der „Achtungmarsch" sind auch viele andere Volksmusikstücke mündlich überliefert und haben demnach keinen Urheber. Erst in heutiger Zeit ist es üblich, dass man auch volksmusikalische Kompositionen bei Verwertungsgesellschaften anmeldet. So kommt es vor, dass mündlich Überliefertes bearbeitet und diese Interpretation dann angemeldet wird. Überlieferte unbearbeitete Stücke sind Denkmäler der Volksmusik, ihre Anmeldung ist nicht statthaft.
Die Quetschgeiger sind eine relativ junge Formation, die nach dem gemeinsamen Besuch des Musikgymnasiums in Graz beschloss, miteinander Volksmusik zu spielen. Sie sind durchaus viels(a)eitig, experimentieren und versuchen ihre Ideen spontan im weitesten Sinne auf Quetschn und Geign umzusetzen. Die Mitglieder stammen aus der Ramsauer-, Ennstaler-, Frohnleitner-, West- und Oststeierischen Gegend.
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Bei diesem Lied handelt es sich um ein Gstanzl-Lied mit Dudlereinschüben, das weit in die Wiener Musikantentradition zurück reicht. Die Verbindung zwischen Dudler und Instrumentalmusik wird hier deutlich. „Es ist anzunehmen, daß der Dudler dieses Liedes von der ersten Geigenstimme der ‚Anwandler Tänze' (von Jos. Winhart) übernommen und als eigenständige Weise zurechtgesungen wurde." 1866 verarbeitete Alois Strohmayer diesen Dudler in seinem „Strohmayer-Tanz".
Die „Schindergrube" ist die Grube eines Wasenmeisters, auch Abdecker oder Schinder bezeichnet, in die Abfälle bzw. Kadaver geworfen wurden. Dieser Gewerbezweig wurde vielerorts als „unehrlich" angesehen. Daher war der Wasenmeister meist außerhalb der Stadt angesiedelt und lebte vielfach von Gegenleistungen wie Eier, Flachs, Stroh, die man ihm für die Entsorgung überbrachte.
Trude Mally (1927-2009) sang dieses Lied als achtzehnjähriges Mädchen im Spielfilm "Wiener Melodien" (1947). Sie war eine der großartigsten Dudlerinnen Wiens. Jede Dudlerin hat ihr eigenes Tempo und ihre eigene Art zu dudeln, Agnes Palmisano gilt als jüngste Interpretin und Expertin dieses Genres. Fernab ihrer universitären musikalischen Ausbildung lernte sie „echte" Wiener Musik von bedeutenden Wienerlied-Interpreten, unter anderem von Trude Mally.
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Dieses Stück ist eine Eigenkomposition von Linde Gansch und Magdalena Zenz, beide Mitglieder der Gruppe Netnakisum. Es ist ein Galopp, beginnt also sehr rasant, birgt jedoch verschiedene musikalische Gattungen und Tempi in sich. Am Schluss endet es in einem Boarischen.
Netnakisum bedeutet richtig gelesen Musikanten. Die vorwiegen aus der Steiermark stammenden und heute von Wien aus agierende Musikerinnen spielen in traditioneller Streichquartettbesetzung: zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello. Seit der Kindheit sind sie eng mit Volksmusik vertraut und genossen bzw. genießen eine professionelle musikalische Ausbildung. In ihrem Schaffen verknüpfen die Musiker unterschiedliche Spielweisen und interpretieren Volksmusik teilweise auf ironisierende Art und Weise. Über sich selbst sagen sie: „Beinahe wären wir zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft für falsch verstandene Volkstumspflege, zur unwiderstehlichsten Girlie-Rockband seit den Wiener Sängerknaben, zum gegenwartsharmonisch interessantesten Klangforum von Modern-Umgebung geworden"
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Volker Schöbitz komponierte diesen Boarischen auf einer der Musikantenwochen des Österreichischen Volksliedwerks ca. 1989 in Großrußbach. Beim gemeinsamen musizieren ist ihm dieses Stück eingefallen. Es wurde noch dort in der hier zu hörenden Besetzung zwei Geigen, eine Nachschlagbratsche, eine Harfe und ein Bassettl uraufgeführt. Im Vergleich zu alten, traditionellen Boarischen, ist dieser durch verschiedene Merkmale als Vortragsstück zu erkennen: Er besteht aus vier Teilen. Die ersten beiden Teile werden von einem Cello in der Tenorstimme untermalt, der dritte Teil ist ein Pizzicato-Teil und wird von einem Mollteil als vierter Teil fortgeführt. Der Komponist hat also verschiedenes, auch in Anlehnung an klassische Gestaltungselemente, in das Stück eingebaut. Dennoch lässt sich auch zu diesem Stück gut tanzen.
Es gibt in Klosterneuburg eine Vielzahl von Volksmusikanten, die sich um den Baumeister Franz Fuchs (1979) und später um Volker Schöbitz zusammenfanden. Sie spielen in den verschiedensten Besetzungen, hier zu hören die Klosterneuburger Geigenmusi.
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Franz Posch ist als Fernsehmoderator der Sendung „Mei liabste Wais", die seit 1988 ausgestrahlt wird, weithin bekannt. Schon seit 1979 gestaltet er Radio- und Fernsehaufnahmen. Der Erfolg seiner Sendungen liegt wohl darin, dass es ihm gelingt, Volksmusik möglichst authentisch ohne Bühnenshow und Playback vor die Kamera zu bringen. Schlager, wie sie häufig in Sendungen wie dem „Grand Prix der Volksmusik" zu sehen sind, kommen bei ihm nicht vor. Er bietet in seinen Sendungen regionalbezogene Musik mit Informationen zu ihren Besonderheiten, Dialekten oder Instrumenten.
Franz Posch wurde 1953 in Hall in Tirol geboren. Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er 1969 mit seiner Ziehharmonika bei Heinz Conrads Sendung „Guten Abend am Samstag". Bereits mit vier Jahren begann er sich für die Harmonika zu interessieren - zuerst autodidaktisch, dann gemeinsam mit einem Lehrer erlernte er das Spielen der Harmonika nur nach Gehör. Die Melodien der Stücke pfiff und sang er, damit sie ihm zum Nachspielen in Erinnerung blieben. Lange Zeit konnte er daher auch nicht Noten lesen. Später erlernte er noch weitere Instrumente wie Trompete, Posaune und Harfe.
Seine Begeisterung für das Musizieren sprang später als Lehrer für Musik auch auf seine Schüler über. Im Akademischen Gymnasium in Innsbruck in der Angerzeller Gasse gründete er 1981 kurzfristig für einen Elternabend die Angerzellgaßler Geigenmusig, die bald zu einer gefragten Gruppe in Radiosendungen und bei Volksmusikabenden wurde. Heute ist er im Konservatorium in Innsbruck als Lehrer tätig. Neben seinen Tätigkeiten als Lehrer und Moderator wirkt er auch als Komponist und Musikant u.a. bei der Franz Posch Combo oder den Innbrügglern. Die Formation Franz Posch (Flügelhorn und Trompete), Bernhard Schafferer (Flügelhorn), Harald Kobler (Posaune), Georg Nolf (Basstuba und Bassgeige), Hannes Höpperger (Harfe) und Stefan Peer (Steirische Harmonika) traf sich das erste Mal im Jahre 1991, erst 2004 gelang es ihnen, die CD „Für's Gmüat" aufzunehmen.
Auf der folgenden CD „Guat aufg'legt" aus dem Jahr 2005 findet sich eines von Franz Poschs komponierten volksmusikalischen Stücken: Die 4-teilige Polka „Vivat Ingrid" entstand 2004 in Hall in Tirol für den Geburtstag der Harmonikaspielerin Ingrid Arnold aus dem Innviertel.
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Dieser Zwiefache wurde von Raphael Trautwein, Bassposaunist der Innviertler Wadlbeisser, in Anlehnung an so manche Probe beim Reitsamer (Name des Elternhauses von Matthias Gfrerer) in Salzburg, Grödig, komponiert.
Die Gruppe Innviertler Wadlbeisser fand sich beim gemeinsamen "Bradl`n" (zufälliges Aufeinandertreffen und gemeinsames Spielen) im Wirtshaus. Im Laufe der Jahre verlegte sich das öffentliche Schaffen vom Stammtisch auf die Konzertbühne, wo die Gruppe als sogenannte "Brass-Volxmusik-Universalmusiker" in einer Mischung aus traditioneller Bläsergruppe, Musikkabarett, Heimatabend und Rockkonzert vor das Publikum traten. Die Musikanten sind zum Teil Berufsmusiker, zum Teil in anderen Bereichen Tätige und Studenten. Die Noten des hier zu hörenden Stückes gingen bei einem Computerabsturz verloren. Da die Gruppe ihre Stücke meist ohne Noten spielen, wurden diese nicht nochmals neu aufgezeichnet.
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Die Herkunft des Stückes ist nicht ganz eindeutig. Gewiss ist, dass viele Volkmusikgruppen die „Klatscherin" spielen. Im Ausseerland findet man das Stück auch unter „Lupitscher Boarisch"(Lupitsch ist ein Ortsteil von Altaussee) oder „Lustige Klatscherin". Dieser Boarische gehört zu den bekanntesten Stücken in der Region und wird bei Tanzveranstaltungen oder bei musikalischen Umrahmungen im Wirthaus gespielt. Die Ausseer selbst bezeichnen den Boarischen als ihren Lieblingstanz.
Im Ausseerland findet man seit einigen Jahren eine große Anzahl junger Musikanten, die Tanzmusik spielen. Diese Anhäufung an Instrumentalisten nennt sich selbst „Musikantenpool". Zu diesem zählen sich auch die Fensageiger. Die Musikanten sind bis auf ein paar Ausnahmen Hobbymusiker, die entweder mit der Musik aufgewachsen sind oder sich diese später aus eigenem Interesse angeeignet haben. Das Ausseerland legt großen Wert auf seine musikalischen Traditionen. So gab es z.B. in den 1970er Jahren die „Grundlseer Tanzmusi", welche die Fensageiger als großes Vorbild betrachten. Daher spielen sie Geigenmusik mit Stücken vorwiegend aus dem Ausseerland und versuchen möglichst am Klangbild älterer Gruppen festzuhalten.
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In diesem südserbischen Lied besingt ein junger Mann die rußigen Haare, den nach Honig schmeckenden Mund und die schönen Augen eines Mädchens. Viele serbische Lieder handeln, oft sehnsuchtsvoll und melancholisch von der Liebe.
Hier wird das Lied von der Musikgruppe "DANICA" aus Salzburg interpretiert. "Danica" war der Titel eines Almanachen, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts im damaligen österreichischen Kaiserreich erschienen ist. Der Name Danica stammt von dem kroatischen Wort Zvijezda ab, das soviel wie Morgenstern bedeutet. Danica ist auch der lateinische Name von Dänemark.
2000 wurde der Verein DANICA als Musik-, Tanz- und Theatergruppe in Salzburg gegründet. Die Mitglieder der Musikgruppe stammen zum größten Teil aus dem ehemaligen Jugoslawien und studieren in Salzburg am Mozarteum. Hier fanden sie sich zusammen um Volkslieder, Volkstänze und Volksstücke in der Tradition der Ethnien und Nationalitäten des südslawischen Kulturraumes zu interpretieren. Ziel ist einerseits die Präsentation und Bewahrung dieses kulturellen Erbes für die in Österreich lebende Bevölkerungsgruppe, andererseits ist es ihr Anliegen, zur Integration und zum interkulturellen Dialog beizutragen. Großteils handelt es sich beim Publikum daher nicht um die eigenen Landsleute, sondern um ein immer größer werdendes an „Balkan-beats" interessiertes Publikum.
Der traditionelle Hüttenberger Reiftanz ist ein bergmännischer Brauchtumstanz, der alle drei bis vier Jahre am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem so genannten Dreifaltigkeitssonntag in Hüttenberg getanzt wird. Dieser Tanz gehört mit seiner langen Tradition zu den vollständigsten erhaltenen Reiftänzen, die auf die Tanzform des Schwerttanzes zurückgehen. Neben den vierundzwanzig männlichen Reiftänzern und der Reiftanzbraut spielen zwei Narrengestalten eine Rolle. Diese sind der Kommandant Hans Obermoar und dessen eher scherzhafter Helfer, der „Schwoafträger". Eröffnet wird der Reiftanz durch einen Spruch Hans Obermoars, der mit einer Phantasieuniform und einem Dreispitz am Kopf bekleidet ist. Der im Fleckerlgewand kostümierte „Schwoafträger" tanzt immer wieder aus der Reihe und zieht so die Aufmerksamkeit des Kommandanten auf sich.
Die Melodie des Reiftanzes erklingt im ersten Teil hundertacht Mal und begleitet die komplizierten Tanzfiguren. Daraufhin ertönt ein Walzer, gefolgt vom kurzen „Schertanz", der den Abschluss bildet. Nach dem Tanz folgt das „Pritschen" - Hans Obermoar erteilt dabei den Festgästen jeweils drei Klatschenhiebe mit der Pritsche, die symbolisch Glück und Gesundheit in den folgenden drei Jahren verheißen sollen. Diese Tätigkeit kann sich bis zum nächsten Tag, dem „Pritschenmontag" hinziehen, der in Hüttenberg als Feiertag gilt.
Der Bergbau in Hüttenberg geht auf die Zeit der Römer zurück, die norisches Eisen in Kärnten abbauten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen erste Nachrichten über einen alten Männerkettentanz auf. 1742 wurde den Hüttenberger Knappen im Knappschafts-Freiheitsbrief die Berechtigung der Abhaltung ihres Aufzuges sogar verbrieft. Auch wenn das Bergwerk in Hüttenberg seit 1978 geschlossen ist, so leben kulturelle Ausdrucksformen der Bergmanntraditionen, wie Bergmusikkapelle, Tracht oder Reiftanz im Ort weiter.
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Das „Hiatamadl" ist ein Tanzlied und ein gleichnamiger Volkstanz, der sich in ganz Österreich, aber auch in Bayern und Teilen Frankens großer Beliebtheit erfreut. Insofern gibt es regional unterschiedliche Tanzformen und textliche Abweichungen. Generell ist der Tanz im 2/4-Takt und setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem langsamen Teil mit Tupftritten und einem mit schnelleren Paardrehungen. Der Tanz zählt zu den österreichischen Standardvolkstänzen.
Das seit dem Ende des 19. Jahrhunderts belegte „Hiatamadl" erlangte 1992 durch den Musiker Hubert von Goisern und den Alpinkatzen neuen Bekanntheitsgrad. Seine Version beinhaltet zwar beide Teile der Melodie, der überlieferte Text kommt jedoch nur in der zweiten Hälfte vor. Mit diesem Lied gelang Hubert von Goisern der Durchbruch, er zählt somit zu den Mitbegründern des Alpenrock. Mit der Etablierung dieses neuen Musikgenres, das zur „Neuen Volksmusik" zählt, traf die traditionelle Volksmusik auf die vom anglo-amerikanischen Raum geprägte Rock- und Popmusik. Diese Entwicklung wurde sowohl von der Rock- und Popszene als auch seitens der traditionellen Volksmusik kritisch begutachtet. Durch die individuellen Stärken dieser einzelnen Gruppen, wie Hubert von Goisern, Attwenger oder A Niada a Noar gewann jedoch die Volksmusik auch bei jungen Leuten wieder mehr an Popularität.
Video auf you Tube: Jugendvolkstanzgruppe Obergnas / Steirisches Vulkanland
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Dieses Lied spielt auf reizvolle Art und Weise mit der gesellschaftlichen Nicht-Unterwerfung der beiden Protagonisten - der „zwa Pülcher". Diese haben das Gaunerleben dem konventionellen Leben vorgezogen. "Pülcher" ist eine wienerische Bezeichnung für einen Strolch und Grobian, bzw. für ein verdächtiges Objekt, das mit leicht kriminellen Handlungen und kleinen Gaunereien sein Dasein fristet. Der Begriff selbst leitet sich von „Pilger" ab. Das heute in Wien durchaus populäre Lied hebt sich durch hintergründigen Witz und Sarkasmus von der gängigen Schwelgerei im wienerischen Pathos ab.
Bildlich dargestellt wurde der Typus des „Pülchers" etwa durch den Wiener Maler Josef Engelhart (1864 - 1941), der in vielen Gemälden mit Vorliebe Wiener Vorstadtszenen und „Wiener Typen" festgehalten hat.
Als Komponist dieses Liedes scheint Ludwig Mika auf, der Sohn des Gesangshumoristen und Volkslieddichters Franz Mika. Diese Tatsache erscheint urheberrechtlich sehr interessant, da insbesondere im Refrain auf ein älteres Lied von Johann Sioly und Wilhelm Wiesberg zurückgegriffen wurde, welches den Titel „Die zwa Pülcher" trägt. Dieses „Costüm-Duett" ist ein anschauliches Beispiel Wiener Zeit- und Sittengeschichte. Hier wird die bekannte Wiener Type des "Pülchers" vom Textdichter Wilhelm Wiesberg (1850-1896) gezeichnet und von dem Wienerlied-Komponisten Johann Sioly vertont. Wiesberg war ein begabter und intelligenter Chronist seines zeitgenössischen Wiens und hat viele seiner heute noch populären Lieder gemeinsam mit Johann Sioly geschrieben. Mit der Gründung der Gesellschaft „Seidl und Wiesberg" im Jahre 1879 feierte er gemeinsam mit dem Volkssänger Wenzel Seidl viele Jahre große Erfolge. Johann Sioly begleitete die beiden am Klavier.
Die Sängerin Traude Holzer und der Kontragitarrist Peter Havlicek alias „Steinberg & Havlicek" nehmen sich als junges Wienerlied-Duo diesem Lied beißenden Humors an. Bewusst lassen die beiden Musiker auch ein wenig Hinterhältigkeit anklingen. Nicht zuletzt durch ihre pfiffige Interpretation erfährt das Lied wieder an Aktualität.
Noten "Die letzten zwa Pülcher"
Noten "Die letzten Pülcher Costüm Duett"
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Der Vorsitzende des "Arbeitsausschusses für das Volkslied in Salzburg", Dr. Curt Rotter (1881-1945), war zeitlebens darum bemüht, die Volksliedsammlung in Salzburg in wissenschaftliche Bahnen zu lenken. Bereits 1919 veröffentlichte er einen entsprechenden Leitfaden für die adäquate Sammlung, Aufzeichnung und Dokumentation von Volksliedern. Mit der Herausgabe so genannter Gebrauchsliederbücher versuchte er jedoch auch der Pflege der Lieder gerecht zu werden. Hervorzuheben sind hier neben den "Salzburger Liedblättern" die Publikationen im Rahmen der von Rotter, Hans Enders und Gustav Moißl herausgegebenen Reihe "Das Österreichische Liederbuch". Einen grundlegenden, auch heute noch verbreiteten Bestand an Volksliedern enthält das "Beiheft 3a" dieser Reihe, mit dem Titel "Sing' mar oans". Im Unterschied zu Rotters wissenschaftlich geprägten Sammlungen finden sich dort lediglich marginale Anmerkungen zu den Liedquellen.
So erfahren wir vom hier vorgestellten Lied "I bin a Bauernbua" lediglich, dass es "aus dem Pinzgau" stammt. Der Grund für die geringen Informationen zur Herkunft könnte darin liegen, dass hier nicht wie bei den meisten anderen Liedern der Publikation keine Handschrift im Nachlass des ehemaligen "Arbeitsausschusses für das Volkslied in Salzburg" vorliegt. Anzunehmen ist, dass sich die handschriftliche Aufzeichnung unter jenen Beständen befand, die in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges in Mozarts Wohnhaus am Salzburger Makartplatz eingelagert waren und durch Bombenangriffe zerstört wurden.
Dennoch ist das Lied heute in ganz Österreich weit verbreitet und wird gerne mit Schul- und Kindergartenkindern gesungen.
Hier singen Saalfeldner Schulkinder unter der Leitung von Roswitha Wieser von den Aufgaben des „Bauernbua" und der „Bauerndirn". Erschienen ist das Lied auf der 2008 vom Salzburger Volksliedwerk produzierten CD „Wohl auf der Alm".
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Alt Wiener Tänze „Weana Tanz" genannt, haben ihre Wurzeln in den alpinen Ländlerformen. In Wien wurden diese zu einer eigenen Vorspielmusik umgewandelt. Gaststätten, Wein- und Bierschenken der Wiener Vorstädte der Biedermeierzeit waren Wirkungs- und Entstehungsorte dieser urbanen Volksmusik. Mit zwei Geigen und einem Bassettl (ein kleiner Bass, der zuweilen mit einem Riemen versehen war und so auch im Gehen gespielt werden konnte), aber auch nur mit der Zither gespielt, begann die Geschichte dieser eigenständigen wienerischen Musik im langsamen Dreivierteltakt. Bald löste die Gitarre das Bassettl ab und die chromatische Knopfharmonika kam zur sogenannten „Schrammelbesetzung" hinzu.
Die vorliegenden h-moll Tänze von Alois Strohmayer beziehen ihren besonderen Reiz aus der Gegenüberstellung schwermütig-langsamer Moll-Themen mit heiteren, flotten, in strahlendem Dur gehaltenen Ländlermelodien. Ein Kontrast, der durch das feinfühlige Arrangement des Josef Mikulas schwelgerisch ausgekostet und unterstrichen wird.
Alois Strohmayer (1822 - 1890) wurde von seinem Vater Martin Strohmayer, einem Weggefährten Schuberts, musikalisch ausgebildet. Als ausgezeichneter Geiger entwickelte er beim Aufspielen in Gast- und Kaffeehäusern ein Gespür für den legendären wienerischen Ton. Der wohl beste Spieler der chromatischen Knopfharmonika - in Wien liebevoll „Knöpferl" genannt - war Josef Mikulas (1886 - 1980). Er war in den 1920er und 1930er Jahren in allen Teilbereichen der Unterhaltungsmusik tätig, aber auch Komponist und Arrangeur mit hochgesteckten Ansprüchen. Nur die technisch besten Ensembles bewerkstelligen seine anspruchsvollen Arrangements, die seine geniale musikalische Gedankenwelt widerspiegeln.
Hier zu hören sind die Neuen Wiener Concert Schrammeln. Sie spielen Schrammelmusik in ihrer ureigensten Form, jedoch im Gewand unserer Zeit. Alte „Weana Tanz" und Märsche, sowie viele neue, eigene Kompositionen bestimmen das Repertoire. Sie sind das Aushängeschild der Stadt Wien in Konzertsälen auf der ganzen Welt, doch immer wieder auch beim Heurigen in Wien zu hören.
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Dieses melodisch eher ländliche, einfache Wienerlied ist ein richtiger Ohrwurm, dessen Text sich in sozialer, historischer und politischer Hinsicht als sehr komplex und aufschlussreich erweist. Das Lied lässt sich anhand des Textes auf die Zeit um 1850 datieren. Es erinnert an die Folgen der Wiener Revolution 1848. Als nach Niederschlagung derselben die Zensur unter Metternich wieder eingeführt wurde, beherrschte allgemeines Missvertrauen das Zusammenleben. Dieses Misstrauen wird im Text "Jetzt sagt's ma warum ma kan Weaner mehr traut" thematisiert.
Karl Hodina singt das Lied im "Packl", d.h. mit Harmonika und Kontragitarre, gemeinsam mit Rudi Koschelu. Karl Hodina hat das Lied von Kurt Schaffer gelernt, der es wiederum aus der Familientradition kennt. Mit ihrem hohen Qualitätsanspruch gehören die beiden hochkarätigen Wiener Volksmusikanten zu den wichtigsten zeitgenössischen Vertretern des Wienerliedes.
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Dieses Gitarrenstück wurde von Andreas Pirschner, dem Gitarristen der Gruppe „Oberländer", für dessen Frau Martha 1999 komponiert. Anfang der 1970er Jahre waren die beiden an der Bewirtschaftung der Alm „Wiesle" im Ötztal beteiligt, daher der Name. Das Stück wurde 2008 von der Gruppe für die CD „g'sunga und g'spielt" im Tonstudio ASS in Landeck aufgenommen.
Der Name der Gruppe bezieht sich auf das Tiroler Oberland. Einst lag dessen Grenze in Hall in Tirol, welches lange Zeit aufgrund des Salzbergwerks das wirtschaftliche Zentrum des Inntals darstellte. Das Holz für den Salzabbau wurde aus weiten Teilen Tirols auf dem Inn nach Hall geflößt. Ein Holzrechen in Hall fing es auf und war gleichzeitig Grenze zwischen Ober- und Unterland. Als Unterland wird der östliche Teil Nordtirols bezeichnet. Mit der Entwicklung Innsbrucks zur Landeshauptstadt ist auch heute die geografische Grenze etwas weiter nach Westen gewandert. Oberland dient heute als Bezeichnung für touristische Regionen, eine politische Region stellt es jedoch nicht dar.
Diese Weise, besetzt als Gitarrenduo mit zweistimmig geführte Melodie und Begleitung, wird im ¾-Takt zusätzlich mit Kontrabass kombiniert. In dieser Form lehnt es sich an die Gitarrenspieltradition Tirols an, in der das solistische Gitarrenspiel im Gegensatz zum übrigen Alpenraum eine besondere Tradition hat. Schon zu den Wegbereitern der ersten Blütezeit der sechssaitigen Gitarre um 1800 zählen zwei Tiroler: der aus Innsbruck stammende Leopold Neuhauser und Leonard de Call aus Eppan.
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Dieser Jodler stammt aus der Schweiz und ist nur mündlich überliefert. Die Interpretin dieses traditionellen Jodlers, Christina Zurbrügg, stammt selbst aus der Schweiz, aus dem Berner Oberland. In ihrem Film „Bleiben oder Gehen", produziert mit Michael Hudecek, wird ihr Heimatdorf Kiental zum Thema gemacht. Das Dorf erlangte Berühmtheit, da es Schauplatz einer Geheimsitzung Wladimir Lenins sowie Inspirationsquelle für Friedrich Dürrenmatts Theaterstück „Der Besuch der alten Dame" war. Aus Original-Filmaufnahmen aus den 1950ern vom Kameramann Landtwing und gegenwärtigen Aufnahmen der beiden Regisseure entstand eine Komposition einer vergangenen und teils verlorenen Bergbauernkultur mit modernen, touristischen Einflüssen der Gegenwart. Thematisiert wird auch der Lebensweg einzelner Menschen aus Kiental, deren Höhen und Tiefen sowie Erinnerungen an ihre eigene Kindheit. Der Film trägt durch wiederholende Film- und Musiksequenzen einen zyklischen Charakter, der dem Jahreskreislauf gleicht. Besonders die typischen Jodler von Christina Zurbrügg lassen das Gefühl einer Sehnsucht nach Erfüllung aufkommen, die heute im Urlaub als auch im Alltag gesucht wird.
Als Filmmusik arrangiert kommt auch dieser Abschiedsjodler vor. Entstanden ist dieses Arrangement aus der Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Musiker Klaus Hollinetz beim „Komponistenforum Mittersill" 2001 mit dem Thema „Volksmusik". Er war lange Zeit der Eröffnungsjodler bei den Konzerten Zurbrüggs - ein Solo mit Gesang und Akkordeon. Das Akkordeon ist dabei verlangsamt und bekommt so diesen orchestralen Sound. Leider lassen sich die Wurzeln des Jodlers oder auch erste Aufzeichnungen nicht zurückverfolgen. Die Musikerin hat diesen Jodler im Zusammenspiel wieder aufgegriffen und er hat somit Eingang in ihr musikalisches Repertoire gefunden.
Heute lebt Christine Zurbrügg seit vielen Jahren in Wien und setzte sich viel mit dem österreichischen Jodeln und Dudeln auseinander. In ihren eigenen Kompositionen fließen immer wieder traditionelle Musikformen ein. Die Musikerin komponiert auch viele selbst. Ihre eigenen Kompositionen und Arragenments zeichnen sich durch eine experimentierfreudige, originelle Kombination von Gesang, Rap und Jodeln aus. Damit schafft sie es eine Mischung von archaisch-urbanen Sounds mit Loops, Naturklängen und Elektronika zu kreieren.
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Der Maschkeratanz wird in Steinfeld kurz vor Mitternacht in die letzte Faschingsunterhaltung eingeschoben. Er lässt sich etwa hundertzwanzig Jahre zurückdatieren und wurde nach einer Unterbrechung 1952 erstmals wieder aufgeführt. Es handelt sich dabei um einen maskierten Gruppentanz, der von sechs Tanzpaaren, bestehend aus Türke/Türkin, Zigeuner/Zigeunerin, Hirte/Sennerin, Tiroler/Tirolerin, Wirt/Wirtin und einem Greisenpaar, ausgeführt wird. Die Figuren ziehen unter der Leitung des Schalknarren „Paschi" ein, der mit einer Zipfelmütze und Schellen kostümiert ist und als Accessoire eine Rossschweifrute und einen Drahtring trägt. Einerseits „kehrt" er den tanzenden Paaren den Weg frei, andererseits versucht er sie aus dem Takt zu bringen und treibt seine Späße mit den Tänzern und Tänzerinnen. Der im ¾ Takt gehaltene Tanz wird im ersten Teil von Einzelpaartänzern im Hüpf- und Gehschritt und dem rhythmischen Schunkeln der anderen Paare dominiert.
Im zweiten Teil schließt ein Reiftanz an, gefolgt von einer Polka, die ihren Abschluss im Auszug der Paare findet, wieder begleitet vom symbolischen „kehren" des „Paschi". Dieses kehren kommt nicht nur dem Platzmachen, sondern auch einer symbolischen Reinigung gleich, die die Tanzpaare vor Beschwerlichkeiten beschützen soll. Durch den Schalknarr, dem eigentlichen Anführer, kommt auch die Nähe zum bergmännischen Knappentanz zum Ausdruck.
Hier wird der Maschkeratanz von der Gruppe FlöZiHaBOK, die sich aus fünf Musikschullehrern zusammensetzt, gespielt. Anders als viele, die die Blockflöte nach den ersten Musikstunden zur Seite legen, spielt dieses Instrument bei den FlöZiHaBOKs eine wichtige Rolle.
Video auf you Tube: "Maschkeratanz" aufgeführt in Steinfeld, kommentiert von Franz Koschier
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Es gibt keine historischen Belege aus der Region des heutigen Landes Vorarlberg für die Verwendung des Alphorns als Hirteninstrument. In der alemannischen Nachbarschaft ist es dagegen seit Jahrhunderten bekannt - als Lockinstrument für Tiere und seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Fremdenverkehrsattraktion.
Seit wenigen Jahrzehnten wird nun das Alphornblasen in Vorarlberg, wie auch das chorische Singen des schweizerischen Jodelliedes, von Nachkommen der aus der Schweiz zugewanderten Walser gepflegt. Heute gibt es mehrere Gruppen, u.a. im Montafon, in Lech und in Frastanz. Sie bereichern die instrumentale Vielfalt im Sommer insbesondere bei Bergmessen und Weisenbläsertreffen. Heinz Bitschnau schuf dafür eine eigene „Alphornmesse".
Brand ist eine alte Walsergemeinde, in der vor 28 Jahren, ausgehend von der örtlichen Blaskapelle, die Initiative zur Gründung eines Alphornensembles zur instrumentalen Bereicherung der Blasmusikkonzerte entstand. Zu Alois Beck, einem Mitglied der Blaskapelle Brand, gesellten sich weitere Musikanten, Instrumente wurden angekauft. Die Alphorngruppe besteht auch heute aus drei bzw. vier Personen (Alois Beck, Herbert Kegele, Willi Nesler und Hansruedi Elsener), sie musiziert wöchentlich vor einer imposanten Bergkulisse bei den Brandner Platzkonzerten, im Sommer bei Alpmessen und Alphornbläsertreffen. Dazu kommen Auftritte im ORF (u.a. Klingendes Österreich) und Tonaufnahmen. Der Leiter, Alois Beck, schuf für sein Ensemble geeignete Kompositionen, darunter auch 1979 den „Gruß vom Lünersee".
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Im Zuge der nationalen Identifikation im 19. Jahrhundert erlangte der Marsch besondere Bedeutung und große Beliebtheit. Die österreichische Militärmusik war international auf höchstem Niveau. Der städtische Konzertbetrieb der Militärkapellen mit seiner konzertanten Marschmusik stellt eigentlich das Bindeglied zu den Heurigenmärschen dar - die Musik war nun zum Hören, nicht mehr zum Marschieren und Defilieren.
Anlässlich des hundertsten Konzertes der Wiener Philharmoniker lud der damalige Dirigent Hans Richter sein Orchester in die „Goldene Birne" in Mariahilf ein, um dort einem Auftritt des Quartetts der Brüder Schrammel beizuwohnen. Dieser großen Ehre eingedenk widmet Johann Schrammel den Marsch „Wiener Künstler" (Op. 111) den Wiener Philharmonikern. Diese enorme Wertschätzung dem Quartett der Brüder Schrammel gegenüber zeigt deutlich, auf welch hohem Niveau diese „Heurigenmusikanten" gespielt haben müssen.
Dieses Quartett gründeten am 25. Oktober 1884 die Brüder Johann (1850 - 1893) und Josef Schrammel (1852 - 1895), beides ausgezeichnete Geiger mit dem Klarinettisten Georg Dänzer (1848 - 1893) und dem Kontragitarristen Anton Strohmayer (1848 - 1937). Trotz der relativ kurzen Schaffensperiode zwischen 1884 und 1891 entfachte dieses Volksmusikensemble aufgrund der eigenwilligen Besetzung, der außerordentlichen Meisterschaft ihrer Spieltechnik und des unverwechselbaren Wiener Geigentons eine regelrechte Euphorie für die Wiener Musik. Vom Wäschermädel bis zu Kronprinz Rudolf waren alle sozialen Schichten Wiens von den „Schrammeln" begeistert. Im Jahre 1891 schied Dänzer und damit die hohe G-Klarinette, das „Picksüße Hölzl", aus dem Ensemble aus. Sein Nachfolger wurde Anton Ernst (1861 - 1931), ein Meister der chromatischen Wiener Knopfharmonika. Beide Besetzungsvarianten sind heute gelebte Praxis bei den Nachfolgeensembles in Wien.
Hier spielt das Wiener Thalia Quartett. Es zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Wiener klassischen Volksmusik. Unzählige Konzerte in Europa sowie weltweite Auftritte besonders im asiatischen Raum haben das Quartett auch außerhalb der Grenzen Österreichs bekannt gemacht. Alle Mitglieder sind Absolventen der Musikhochschule Wien und treten innerhalb ihres Engagements regelmäßig in der Wiener Staatsoper auf. Das Quartett wurde 1986 von vier Musikern, damals noch unter dem Namen Thalia-Schrammeln, gegründet, die damit ihre hohe Professionalität mit ihrer Liebe zur klassischen Volksmusik vereinen wollten.
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Der „Rußbacher" ist eine der bekanntesten und ältesten Schleunigen-Melodien. Er wurde erstmals 1819 in der Sonnleithner-Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien schriftlich aufgezeichnet und stammt aus Rußbach im salzburgerischen Tennengau, an der Grenze zum Salzkammergut. Aus dem Jahre 1919 liegt eine Abschrift dieser Aufzeichnungen von Raimund Zoder vor. Der Schleunige hat in diesem Fall bereits seinen vollständigen Namen verloren und wird nur mehr als „Rußbacher" bezeichnet. Wie in der Sonnleithner-Sammlung angemerkt ist, tanzen die Rußbacher diesen Tanz „seit undenklichen Zeiten". Dabei richten sich alle weiteren Paare nach dem ersten Paar und die vorgetanzten Figuren werden nachgemacht, wobei diese von „wildem Geschrey, Pfeifen und Stampfen" begleitet werden. Der Tanz endet schließlich mit einem Walzer. Charakteristisch für die Rußbacher Tänze ist, dass der dritte Teil in Moll steht, was im Allgemeinen sehr selten vorkommt. Vielleicht ist er deshalb noch heute bei den Musikanten, wie hier bei dieser jungen Gruppe mit dem Namen Aufstrich, so begehrt.
Der Schleunige ist besonders im Salzkammergut sehr verankert. Zum Phänomen des Schleunigen zählen verschiedenste Spielweisen, die regional verschieden sind. So gibt es in Bad Goisern, Bad Ischl, Gmunden oder im Ausseerland unterschiedliche Formen, die sich in Tempo und Betonung unterscheiden. Der Schleunige als Tanz wird im Salzkammergut auch oft bei Hochzeiten beim Brautstehlen gespielt. Schon im Tennengau sind Schleunige jedoch sehr selten. Wie der Rußbacher über die Grenze kam ist nicht überliefert.
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Diese Mazurka wurde von Karl Schönfeldinger (1897-1979) komponiert. Karl Schönfeldinger lebte als Bauer in Bernstein im Burgenland. Seine große Liebe war die Musik, ohne professioneller Musikausbildung komponierte er unzählige Stücke und spielte selbst Geige (Sekundgeige - Nachschlag Geige), Flügelhorn und war als Kapellmeister tätig. Mit der „Kapelle Schönfeldinger", welche 1893 gegründet wurde, war der Grundstein für das familiäre Musizieren bis heute gelegt. Die Besetzung dieser Kapelle bestand aus Streich-, Holz- und Blasinstrumenten.
Später bezog sich Karl Schönfeldinger auf die Spielart und den Klang der Vorgänger-Kapelle und gründete die "Spielmusik Schönfeldinger", welche bis heute existiert und zunächst mit zwei Klarinetten, Nachschlag-Geige und Kontrabass aufspielte. Die Söhne von Karl Schönfeldinger waren die Klarinettisten, die ihre Musikalität und das Musikgut ihren Kindern weitergaben. Bereits in 3. Generation werden nun sowohl traditionelles burgenländisches Musikgut wie auch Eigenkompositionen der Familie gespielt. Durch das Wirken Karl Schönfeldingers ist heute für das Burgenland (und über die Grenzen hinaus) ein großes Repertoire von Tänzen bekannt, das eindrucksvoll die musikalische Eigenart des Burgenlands verkörpert.
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Dieses Stück basiert auf dem von Tobi Reiser (1907-1974) komponierten „Maxglaner Zigeuner Faschingsmarsch". Reiser gilt als Musiker, Arrangeur, Gründer zahlreicher Ensembles (u.a. Flachgauer Musikanten, Tobi Reiser Quintett, etc.) und Initiator neuer Instrumente (chromatisches Hackbrett) und Spieltechniken als maßgeblicher Entwickler eines volksmusikalischen Stils im 20. Jahrhundert. Er verstand es auch, seinen Volksmusikstil durch Radiosendungen, im Film und Fernsehen sowie auf der Bühne - u.a. nach dem 2. Weltkrieg durch das Salzburger Adventsingen - populär zu machen.
Der Maxglaner Zigeuner Faschingsmarsch erschien in seiner Sammlung der „Dritten 25" von 1971. Typisch für die dort publizierten Stücke ist, dass Reiser ihnen kleine, mitunter kuriose Geschichten beistellte, deren historischer Wahrheitsgehalt heute allerdings vielfach im Dunklen bleiben muss - so schreibt er beim Maxglaner, dass die Bürger des Ortsteils Maxglan sich zu Faschingsumzügen vor dem 1. Weltkrieg als „Zigeuner und herumziehendes Gesindel" verkleideten und musizierend in die Innenstadt zogen, woran er sich im Marsch musikalisch angelehnt hätte. Hinter dieser Geschichte dürfte allerdings sein konsequent verfolgtes Anliegen stehen, Stücken, die er als „Volksmusik" erachtete bzw. verkaufen wollte, eine möglichst lange Traditionslinie beizustellen.
Hier machen die Salzburger Nockerln den Marsch u.a. durch Improvisation mit afroamerikanisch konnotierten rhythmischen Mustern zum Maxlazibada. Dennoch bleiben die charakterischen Muster des Moll-Dur-Wechsels wie auch das bei Tobi Reiser Stücken typische Flötensolo aus dem Original bestehen.
Die Salzburger Nockerl sind eine etablierte Salzburger Volksmusikgruppe, die gekonnt Elemente verschiedener Genres mit österreichen Volksmusikstilen zu einem Ganzen zusammenfügt.
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Die Herkunft dieses Liedes ist unklar. Flugblätter „Mir san Landsleut" aus dem Blaha Verlag in Wien um 1890 handeln von Linzer und Böhmischen Landsleuten bzw. waren auch mit „Weanerische Landsleut" zu singen. Die Liedentstehung bezieht sich hier wohl auf die durch die zunehmende Industrialisierung ausgewanderten Landarbeiter aus der Gegend um Linz und den Böhmerwald in die Fabriken der Stadt Wien. Später fand das Lied wohl wieder Einzug in die Heimat.
Gustav Jungbauer zeichnete bereits 1912 und 1923 Versionen des im Böhmerwald mehrfach verbreiteten Liedes auf, welche er 1930 in der Sammlung „Volkslieder aus dem Böhmerwalde" veröffentlichte. Die vorliegende Fassung stammt von 1925 aus der Oberösterreichischen Volkstanzsammlung von Hermann Derschmidt, überliefert vom Knecht „Link" in Klaffer am Hochficht im Mühlviertel. Sie ist anlässlich der Kulturhauptstadt Linz 09 im Liederheft "Z'Linz auf da Bruckn" vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegeben worden. In Verbindung mit der Walzerweise „Es gibt kalte Wasserl, es gibt kalte Brünn" gehört die Zweivierteltaktweise „Drum san ma Landsleut, linzerische Buama" zum Volkstanz „Deutscher Umgang" und ist auch auch unter „Linzer Polka" zu finden.
Der Tanz zählt zu den Gattungen der Kontratänze. Was bedeutet, dass man nicht in Paaren tanzt, sondern in Gruppen. Diese Form war im 17. und 18. Jahrhundert weit verbreitet und wurde von Johann Strauß Vater von Frankreich nach Wien eingeführt. Es gibt verschiedenste Formen von Gruppentänzen und in diesem Fall tanzt der Mann mit zwei Frauen. Der „Deutsche Umgang" besteht aus zwei Rhythmen. Die Strophe steht im 3/4 Takt und der Refrain im 2/4 Takt. Die Tanzschritte orientieren sich jeweils nach dem vorgegebenen Rhythmus.
Die bekannte Weise wird heute sowohl zum Tanz als auch als Lied gesungen.
Hier spielen die Urfahraner Aufgeiger, entnommen der CD Tänze aus Oberösterreich 2 von 1998. Aufgrund der Bestrebung, einen eigenen Zuganz zu den lokalen musikalischen Wurzeln zu finden, spielen die Musiker seit etwa 1980 mit zwei Melodie Geigen und dazu wechselnder Besetzung zusammen.
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Das Stück On/Off ist im Rahmen eines Schulprojektes „Mit allen Sinnen“ im Schuljahr 2008/2009 an der Musikschule in St. Johann in Tirol entstanden. Um das Klangspektrum der fast ausschließlich im Alpenraum zu findenden Zither auszuloten, arrangierte der Projektleiter Martin Mallaun mit seinen SchülerInnen Melanie Keuschnigg, Steffi Wagner, Theresia Spiegl, Barbara Valenta, Thomas Taxer und Helmut Oberhauser ein Stück für sechs Zithern und Posaune. SchülerInnen des Bundesgymnasiums St. Johann in Tirol fertigten, inspiriert von diesen Klängen, Bilder an.
Das Stück lehnt sich am Konzept der Minimal Music der 1960er Jahre an. Ihre Hauptverfechter sind u.a. Philip Glass, Terry Riley oder Steve Reich, die im Stück klanglich spürbar werden. Das Konzept der Minimal Music geht davon aus kurze musikalischer Grundmuster aneinander zu reihen, die mehrfach wiederholt und als kurze perkussive Patterns bezeichnet werden. Diese Patterns werden mithilfe neuartiger Spieltechniken erzeugt, etwa durch Präparierung der Instrumente: Bearbeitung mit Radiergummi, Stricknadeln, Bottleneck und Gitarrenplektron. Ausgehend von einfachen Patterns führen die Stücke zu komplexen rhythmischen Überlagerungen. Im Stückteil Off wird das Zithersextett durch eine Improvisation des Jazzposaunisten Alois Eberl erweitert.
Beeinflusst wurde die Komposition u.a. auch durch den Zitherspieler Georg Glasl, der sich neben alter und zeitgenössischer Musik zunehmend der regionalen Volksmusik zuwandte, um diese neu auszuleuchten und in einen Dialog mit anderen Musikstilen zu bringen. Ein weiterer Einfluss ist durch den Tiroler Komponisten und Musiker - Christoph Dienz spürbar, der in seinen Projekten die Zither mit neuen Spieltechniken entdeckt und ihr ungeahnte Sounds entlockt.
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„Gel bize, katıl bize“ ist ein Lied, das vom Rhythmus und Inhalt Ähnlichkeiten zum deutschsprachigen Lied „Brüderlein, komm tanz mit mir“ aufweist, sich jedoch melodisch unterscheidet. Zum Lied wird ein in der Türkei weit verbreiteter Rundtanz – der Halay – getanzt. Dieser ist in vielen verschiedenen Ausführungen bekannt und zeigt häufig pantomimische Darstellungen. Er wird stets in Reihen getanzt, durchgefasst, in Schulterfassung oder mit den kleinen Fingern eingehängt. Den Tanz führt immer der beste Tänzer an (Halaybaşi), meist ein weißes oder rotes Tuch schwingend bestimmt er Tempo und Tanzstil, von denen es in jeder Region andere gibt. Gerne wird Halay von Zurna und Davul (Trommel und Oboe) begleitet.
Eine einfache Grundschrittvariante wird von den SchülerInnen der VS Otto Glöckel, St. Pölten getanzt, die diesen Tanz im Rahmen eines 2009/2009 durchgeführten „Mit allen Sinnen“ Projektes zum Thema „Brücken“ kennen gelernt haben: Vier Schritte schräg rechts vorwärts, vier Schritte gerade zurück.
Der im Notenbeispiel dargestellte Halay ist dem Liederbuch "Lieder der Türkei" von Stephan Unterberger, das 1994 mit einer begleitenden CD im Musikverlag Helbling erschienen ist. Abdruck und Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Es handelt sich dabei um eine beliebte und weit verbreitete Form des Halay aus dem Halaygebiet und nennt sich Delilo Halay. Der Schritt ist im deutschen Sprachraum auch als Reigenschritt bekannt.
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Das hier zu hörende Lied „Kirtograffa“ komponierten SchülerInnen der Musikhauptschule Ottenschlag 2002 im Rahmen eines „Mit allen Sinnen“ Kompositions-Workshops gemeinsam mit der Waldviertler Musikgruppe „Stoahoat & Bazwoach“. Ziel dabei war es, geeignete und für SchülerInnen ansprechende Volksmusikstücke aufzubereiten oder neu zu komponieren. Das Lied ist auf der CD und im gleichnamigen Heft „Volxmusik macht Schule“ zu finden. Die Melodie stammt von 7 SchülerInnen der 3a, der Text von Rudi Hofbauer. Die Komposition jüngeren Ursprungs beschreibt auf humorvolle Weise wie ein Kirchtag früher abgelaufen sein mag und die Raufereien die sich vielleicht heute noch so zutragen.
Der Ursprung eines Kirtags geht auf das jeweilige Kirchweihfest zurück, das sich oft bis in früheste Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. Dieser Tag gilt als Festtag der Kircheneinweihung bzw. des Kirchenpatrons. Der zur Erinnerung abgehaltene religiöse Kirtag steht meist in unmittelbaren Zusammenhang mit einem weltlichen Kirtag / (Jahr-)Markt. Das Programm erstreckt sich vielfach auf mehrere Tage und reicht dabei von Märkten, Umzügen, Musik, Tanz, Brauchspielen oder dem Aufstellen eines Kirtagsbaums bis hin zum Bierzelt.
Hier singen und musizieren die SchülerInnen der 3a mit den Musikern von „stoahoat & bazwoach“. Reinhard Horth (Kontrabass), Stefan Horth (Schlagwerk), Michael Koch (Gitarre), Thomas Mayerhofer (Querflöte, Kontrabass, Tenorhorn, E-Bass), Johannes Teuschl (Querflöte, Steirische Harmonika, Thinwhistle, Tuba) und Florian Weiß (Geige, Kontrabass, Posaune, E-Gitarre) in der damaligen Besetzung.
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„El Cóndor pasa“ (Der Kondor fliegt vorüber) wurde vom peruanischen Komponisten Daniel Alomía Robles (1871-1942) im Jahr 1913 für den Schlussakt des gleichnamigen Theaterstückes - als Zarzuela dramatica bezeichnet - komponiert. Die Zarzuela dramatica verarbeitete die sozialen Missstände der indianischen Minenarbeiter durch ihre Besitzer. Bei dem im Liedtitel genannten „Cóndor“ handelt es sich um einen in den Anden beheimateten Geier. Er wird im Theaterstück als Symbol der Freiheit angerufen, um die Betroffenen von ihren Belastungen zu befreien und sie zurück ins Inkareich zu bringen. Wahrscheinlich liegt ein peruanisches Volkslied dieser Komposition zugrunde.
Vom Komponisten zunächst also nicht primär als Lied angedacht, erfuhr es im Laufe der Zeit textliche Ergänzungen und musikalische Modifikationen. Insgesamt sind über 4500 Versionen des Liedes, in verschiedenen Landessprachen, weltweit verbreitet. Zu den wohl bekanntesten - zumindest im europäischen Raum - darf die Fassung des Duetts Simon & Garfunkel (1970) gezählt werden. Die Musiker haben sicherlich nicht unwesentlichen zu dem großen Bekanntheitsgrad, den das Lied gegenwärtig erfährt, beigetragen. Es gehört zum fixen Repertoire von Straßenmusikern, die als indigen gekleidete Gruppen auftreten und das Lied so zum Inbegriff von Volksmusik der Ureinwohner aus Südamerika wurde. 2004 wurde „El Cóndor pasa“ schließlich vom Kulturministerium Perus zum nationalen Kulturerbe erhoben.
Das Stück wird hier von Angelo Ursini (Quena), Carlos Valverde Rodrigues (Quena), Ricardo Manzur (Bombo), Guillermo Noriega (Violão), Theron Fuhrmann (Bajo) gespielt und ist in der Publikation „Suserl trifft Ali“ des Steirischen Volksliedwerks enthalten, die damit einen Beitrag zum Interkulturellen Dialog leisten möchte. Die Instrumente sind in der Musizierpraxis Südamerikas gängig: Quena – eine Holzlängsflöte, Bombo – eine große Trommel, Violão – eine große Mandoline und Bajo – der Bass. Zu diesem Stück kann der bolivianische Tanz „Grabaciones“ getanzt werden.
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Das Lied "Zu Steinbach im friedlichem Orte" zählt zu den Moritaten - einer Liedform, deren Bezeichnung sich von „Mordtat" ableitet und zu einer Sonderform des Bänkelgesangs gehört. Solche Lieder, deren Inhalt Diebstähle, Morde und andere grausame Taten zum Gegenstand haben, wurden vielfach auf Jährmärkten und ähnlichen Veranstaltungen zur Unterhaltung vorgetragen. Üblicherweise stand der Vortragende auf einem hölzernen „Bänkel", aus dem sich die Bezeichnung Bänkelsänger ableitete. Dieser veranschaulichte gekonnt seine Erzählung mit einer Bildtafel. Dem Vorsänger war es auch gestattet, Flugblätter für diesen Zweck anzufertigen und zu verkaufen, die „ausführlich" die Mordtat beschrieben, alle Strophen und Illustrationen sowie Tugendlehren beinhalteten. Besonders in Städten waren die Flugblätter sehr beliebt und verbreiteten sich schnell. Nicht verwunderlich ist die Beliebtheit, da ein Grossteil der Bevölkerung nicht lesen und schreiben konnte und dieses Medium Nachrichtenübermittlung, Belehrung und Sensationslust in einem bündelte. Begleitet wurde der Sänger meist von einer Drehleier, einem Leierkasten oder ähnlichen Instrumenten.
In diesem Moritat mit dem Anfang „Zu Steinbach im friedlichen Orte, ergab sich ein schrecklich's Geschick!" wird in zwölf Strophen über den grausamen Mord an dem etwa 14 jährigen Sohn des Messerverlegers (heute gleichzusetzen etwa mit dem Eisenwarenhändler) Joseph Hönig zu Steinbach (bei Steyr) berichtet. Der Mord geschah am 03.03.1819 durch seinen Sprachmeister, Ribeth, der sich daraufhin selbst die Adern aufschnitt. Die Nachricht des verübten Mordes wurde wahrscheinlich kurz darauf mittels dieses Flugblattes verbreitet.
Das Lied wurde ohne Melodie aufgezeichnet, es entspricht in Takt und Versmaß jedoch dem bekannten Kinderlied „Ich geh mit meiner Laterne". Angepasst an den Inhalt der Mordtat ist dieses Lied in traurig wirkendem Moll gehalten, während „Ich geh mit meiner Laterne" in der fröhlicher wirkenden Durtonart gesungen wird.
Erste Text- und Melodiezeilen zu „Ich geh mit meiner Laterne" lassen sich bereits in der Wiener Singspielnummer „Die falsche Prima-Donna in Krähwinkel" (Text: Adolf Bäuerle, Musik: Ignaz Schuster) des frühen 19. Jahrhunderts nachweisen. Verbindungen gibt es auch zu seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufgezeichneten Liedern, die beim norddeutschen Kinderbrauch des spätsommerlichen Laternengehens gesungen wurden. Mit dem Aufkommen der Martinumzüge durch Kindergärten und Schulen Mitte des 20. Jahrhunderts entstand dann die dazu passende, heute im ganzen deutschen Sprachraum bekannte, Fassung.
Noten "zu Steinbach dem friedlichen Orte"
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„O du lieber Augustin" ist ein altes, im ganzen deutschen Sprachraum bekanntes, Tanzlied, dessen Melodie bereits 1670 am Kölner Karneval gesungen worden sein soll.
Das Lied handelt von Augustin Marx oder Marx Augustin (1643 - 1705), einem Wiener Dudelsackpfeifer und Bänkelsänger, der nach einer durchzechten Nacht in die Pestgrube fiel und dort bis zum Morgen schlief. Wundersamerweise überlebte er diese Nacht dank des genossenen Alkohols und zog umher, um davon zu berichten und die Leute damit zu unterhalten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich um eine Legende handelt, denn das Lied tauchte in Wien erst um 1800 auf und erfuhr unzählige Bearbeitungen als Tanzmusik, Opernparodie, für Klavier und für das Theater. Doch nicht nur in Wien sondern in ganz Europa wurde das Augustinlied zeitgleich musikalisch verarbeitet, daher könnte es von Sachsen nach Wien gekommen sein, wo es dann dem wienerischen Sprachgebrauch angepasst wurde. Die Pestlegende und das Lied bestanden lange Zeit nebeneinander, ohne in Zusammenhang gesetzt zu werden.
Erst der Wiener Sagensammler Moritz Bermann verband die beiden Teile 1865 und fortan wurde das Lied dem Lieben Augustin zugeschrieben, der in der Pestgrube landete. Die Beliebtheit des Augustinlieds ist dadurch dokumentiert, dass es unter anderem in Film, Operette, Kabarett, Kammermusik, Komödie, Theater und Singspiel vorkommt bzw. dass der Augustin als Namensgeber und Schutzpatron für Zeitschriften und Zeitungen dient - bis in die heutige Zeit hinein.
Seit dem Ersten Weltkrieg wird dieses Lied im Salzkammergut als Abschluss einer Veranstaltung im Zusammenhang mit den „Drei Schleunigen" gesungen. Das heißt, nach dem dritten Durchspiel des Schleunigen wird die Augustinweise in gedehnter Version als Kehraus eingebaut.
In Kindergärten und Schulen stellt die Handlung des Liedes heute noch eine beliebte Erzählung dar und das Lied wird gerne gesungen. Hier handelt es sich um eine Aufnahme der Kinder der Musik- und Singschule der Stadt Wien, welche 2008 anlässlich des 70. Jubiläums der Schule mit rund 1000 Mitwirkenden im Großen Saal des Wiener Konzerthauses ein aufwendiges Programm zum Besten gaben.






































