Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Musiksammlung

Im Zuge der Romantik wuchs in adeligen und bürgerlichen Kreisen das Interesse für naturhafte Erscheinungen, Lebensgewohnheiten und damit für die Musik der Landbevölkerung. Auslösender Faktor war hier die Industrialisierung, die althergebrachte Lebensformen verschwinden ließ. Als Folge wurde Volksmusik nicht mehr ausschließlich in einem sozialen Kontext praktiziert, sondern für Repräsentations- und wirtschaftliche Zwecke eingesetzt. Weiters zogen auch viele Leute als Industriearbeiter in die Städte und brachten ihre unterschiedlichsten Musikstile mit, die die musikalischen Unterhaltungsformen der Metropolen prägten.
1850 erlebte die Zither als volksmusikalisches Gegenstück zum bürgerlichen Klavier ihren ersten Höhepunkt. Blasmusikinstrumente waren nun kostengünstig herzustellen, Militärmusikkapellen kamen in Mode und bald wurden die Geigengruppen von lauteren Bläserensembles (Trompete, Horn, Tuba, Klarinette) abgelöst. Die neuen Handzuginstrumente (Akkordeon und Harmonika) machten es um 1860 möglich, mit einer Person eine ganze Orchesterunterhaltung anzubieten. In der Volksmusik setzte sich dieses von Volksmusikpflegern zunächst verdammte Instrument erst viel später durch.


Forscher und Sammler begannen Lieder und Tänze aufzuzeichnen. 1819 erschien von Zischka und Schottky das Büchlein „Österreichische Volkslieder". Unterstützt durch namhafte Persönlichkeiten wie etwa Erzherzog Johann von Habsburg-Lothringen (1782-1859) initiierte Joseph von Sonnleithner (1766-1835), der Sekretär der „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien" eine erste zielgerichtete, systematische Initiative zur Sammlung und Analyse von Volksmusik in der k. u. k. Monarchie".

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