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„Die feine Nobless schwärmt heut nur mehr für Jazz" - komponiert von Theodor Wottitz und getextet von Karl Leibinger vor 1937. Dieser Liedanfang des Wiener Heurigenmarsches ist ein charakteristisches Beispiel dafür, wie Vertreter des Wienerliedes seit der vorigen Jahrhundertwende und sich insbesondere in der Zwischenkriegszeit verstärkt bemühten sich von der aufstrebenden, internationalen Popularmusik abzugrenzen. Sie versuchten insbesondere gegen Jazz und moderne Tanzmusik zu opponieren. Mit der Betonung einer traditionellen Wienermusik als „Hüterin des Wienertums" verschloss man sich zunehmend gegen moderne Einflüsse. Die Wiener Bevölkerung liebt dieses Klischee immer noch, obwohl das Wienerlied heute wie dazumal von den Einflüssen aus anderen Genres lebt.
In den 1930er Jahren erfreuten sich Interpreten des Wienerlieds in den Heurigenlokalen großer Beliebtheit. Eine davon war die hier singende Mizzi Starecek. Mit ihren Duetten mit Rudolf Hermann wurde sie bekannt und beliebt. Weniger bekannte Duette, wenn auch musikalisch mindestens ebenso beachtlich, hat sie mit Leopoldine Lauth aufgenommen. Diese Duette sind vor allem durch stimmliche Kontraste zwischen Leopoldine Lauth im hellen Sopran und Mizzi Starecek im dunklen Alt geprägt. Viele ihrer Auftritte gingen in ihrem Heurigenlokal in der Ottakringer Straße über die Bühne.
Flugblatt mit Noten und Text
Gesangstimme und Klavierbegleitung
Notendruck für Schrammelbesetzung
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Wenn einer aus einer gemütlichen Runde zechfreudiger Gäste sich zum Heimgehen anschickt, wird gerne dieses Lied angestimmt, um diesen davon abzuhalten. Oft werden auch Stegreifstrophen angehängt. Der Vorname wird dann entsprechend abgeändert. Daher finden wir in der Überlieferung sowohl den Namen Franz als auch Hans. „Franz bleib da" wurde in Frauenhofen (Tulln) erst 1992 in der Sammlung Leopold Bergolth in „Lieder aus dem Tullnerfeld" veröffentlicht. Von „Hans bleib da" gibt es schon frühere Aufzeichnungen. Diese Version ist im ganzen Alpenraum verbreitet. Seit 2005 gibt es ein eigenes Liederbuch für Kinder und Jugendliche unter diesem Titel, welches vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegeben wurde. Dieses Trinklied findet nun aufgrund seiner einfachen Melodie als Klatschspiel Eingang in die musikalische Pädagogik.
Die hier musizierende Gruppe Terz Sterz ist vor einigen Jahren aus einem gemeinsamen Auftritt heraus entstanden. Sie spielt eigenwillig interpretierte Volkmusik aus Österreich und dem Umland. Terz Sterz sieht sich selbst als Gebrauchsmusik und spielt am liebsten zum Tanz bzw. als Straßenmusik auf. Sie lieben dieses Lied, da es sich speziell zum spontanen Musizieren eignet. Auf You Tube ist zu sehen, dass das Lied leicht noch andere Interpretationen zulässt.
Noten "Hans bleib da"
Noten "Franz bleib da"
Video auf you Tube: "Hans bleib da" interpretiert auf einer bayrischen Musikveranstaltung
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Dieses Lied lässt sich in seiner Urform bereits 1578 in Caspar Glanners „Erster Theil Newer Teutscher Geistlicher vnd Weltlicher Liedlein" finden. Verbreitung fand es vorwiegend in den Alpenländern, Mitteldeutschland und Böhmen, jedoch gibt es auch Hinweise auf französische und skandinavische Fassungen. Im alpenländischen Raum findet man diese hier abgedruckte Version, die auf eine alte niederösterreichische Fassung, welche 1819 von Franz Ziska und Julius Max Schottky aufgezeichnet wurde, zurückgeht. Das Scherzlied berichtet von einer äußerst „emanzipierten" Frau, die „Kiarifiartn", also Kirtagfahren bzw. Wallfahrten gehen wollte, und zwar ohne ihren Mann. Ihm hat sie eine Reihe von Aufgaben und Pflichten im Haushalt auferlegt. Daher ist es wohl auch unter dem Titel „Der geschlagene Mann" bekannt. Das Motiv des Liedes findet man auch in klassischen Kompositionen, Wolfgang Amadeus Mozart verwendete es im Schlusssatz des Divertimento Nr. 15, das er um 1777 komponierte. Unter dem Titel „Ariette des Herrn Raimund" aus dem Zauberspiel „Adler, Fisch und Bär" (1820) von Wenzel Müller und Joseph Alois Gleich wurde das Lied in der Reihe „Komische Theatergesänge" bei Anton Diabelli (Nr. 1133) verlegt.
Hier singt das Lied das Duo Heinz und Hermann Hikersperger, die vom ORF Niederösterreich aufgenommen wurden.
Notenblatt
Divertimento Nr. 15
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Einem Flugblattdruck zufolge wird der Text des Liedes „Wann i amoi stirb“ dem Wiener Volkssänger Carl Rieder (1819-1886) zugeschrieben. Auch das Lied „Hiatzt bin i no kloan“ war in dieser Zeit mit derselben Melodie in der ganzen Steiermark, insbesondere im Mürztal verbreitet. Peter Rosegger berichtete, dass er dieses Lied anlässlich seiner Musterung (1864) in Bruck an der Mur hörte. Er druckte es 1872 in „Volkslieder aus der Steiermark“ gemeinsam mit Richard Heuberger unter dem Titel „Das lustige Steirerlied“ in Hochsprache übertragen ab, um es so breiten Bevölkerungsschichten jedoch mit Herkunftssignet zugänglich zu machen.
Inwieweit „Wann i amoi stirb“ aus „Hiazt bin i no kloan“ oder umgekehrt entstand, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die Melodie scheint beliebt gewesen zu sein, da sich verschiedenste Textvarianten nachweisen lassen. Auch könnte die Melodie einer noch älteren Volksmelodie entlehnt sein. So datierte etwa Rudolf Wolkan „um 1865“ eine weitere textliche Variante mit dem Titel „Nur immer fidel, fidel!“, die laut einem weiteren Flugblattdruck mit der Melodie „Die flotten Geister, von Strauss“ gesungen werden sollte. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Melodie „Flattergeister“ von Josef Strauss (Op. 62, 1859). Danach tauchen noch weitere Textvarianten zur Melodie auf z.B. als scherzhaftes Loblied auf Wein, Bier, Most und Schnaps 1908 in Graz oder 1914 in Kärnten.
Die hier abgedruckten Noten mit Klaviersatz „Wann i amoi stirb“ zeigen deutlich die Wiener Prägung im melodischen durch einen langsamen Walzertakt mit einer absteigenden Melodiebewegung, als auch durch die inhaltliche Bezugnahme zum Tod, das die besondere Beziehung des Wieners zum Tod widerspiegelt. „Allweil fidel“ übernimmt die abschließende Funktion der Strophen als Kehrreim.
Heute bekannte Interpreten des Wienerliedes wie Karl Hodina und Roland Neuwirth begleitet dieses Lied schon durch das ganze Leben. Auf ihrer CD „Briada" vereinigen sich mit diesem Lied zwei Generationen Wienermusik auf einer Bühne. Karl Hodina, geboren 1935, ist seit den 1970ern besonders mit der Wiener Volksmusik verbunden. Durch seine Kompositionen erlebte das Genre der Wiener Lieder einen Aufschwung. Roland Neuwirth ist es gelungen, durch sein Festhalten am Wiener Dialekt, kombiniert mit modernen Musikeinflüssen wie dem Blues, dem Wienerlied neues Leben einzuhauchen.
Varianten: Hiazt bin i no kloan, Das lustige Steirerlied, Loblied auf Alkoholika
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Im Kärntner Gailtal wird das traditionelle Kufenstechen als Teil des Kirchtagsbrauchtums noch heute gepflegt. Dabei reiten junge Männer der Burschenschaft auf ungesattelten Pferden und versuchen im Ritt mit einem Eisenschlögel ein kleines Holzfass (Kufe), welches sich auf einem Pfahl befindet, zu zerschlagen. Bei den Burschenschaften handelt es sich um Zusammenschlüsse der ledigen Jungmänner eines Ortes, im Gailtal „Konta" genannt. Im Anschluss daran findet der sogenannte „Lindentanz" (Tanz unter der Dorflinde) statt, der vom Burschenführer und seiner Tänzerin eröffnet wird. Die Gemeinschaft der Jungmänner nimmt aktiv am kulturellen Leben teil und widmet sich besonders der Pflege des Brauchtums.
Zum Ursprung des Kufenstechens gibt es verschiedene Versionen: sie reichen von der Erinnerung an die Türkenkriege über die Nachahmung mittelalterlicher Turnierspiele bis zur Übernahme von bäuerlichen und städtischen Reiterfesten, die den Abschluss der sommerlichen Erntearbeiten markieren. Bereits 1804 erlebte Erzherzog Johann diesen Brauch und zeichnete ihn auf.
Das Lied selber wurde von Gailtaler Kirchtagssängern überliefert und findet sich auch unter der Bezeichnung „Kufenstecherlied". Bearbeitet und gesetzt wurde es vom bekannten Kärntner Chorleiter und Gesangsreferenten Prof. Helmut Wulz. Gesungen wird der „Gailtaler Reiter" hier von den „5 Gailtalern", einem Kärntner Männerquintett, welches aus dem „Grenzlandchor Arnoldstein" entstanden ist.
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„Üsor drü ufom Kanapee" („Wir drei auf dem Kanapee") ist ein flotter Galopp wie ihn die Bauernkapelle Andelsbuch, Mitglieder des „Musikvereins Harmonie Andelsbuch", nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tanz musizierte. Die erste Niederschrift findet sich im sogenannten „Schwarz Büochle" der „Kohlermusik", 1926 angelegt vom Klarinettisten Xaver Kohler (1892 - 1980), einem gebürtigen Andelsbucher. Xaver Kohler lebte zu dieser Zeit in Bregenz und spielte mit seinen drei Brüdern Josef, Ludwig und Jakob sowie Jakob Pfanner und Josef Anton Ritter in den 1920er und 1930er Jahren zum Tanz auf. Das Musikstück scheint weit verbreitet gewesen zu sein, der Sammler Alfred Quellmalz konnte den Galopp 1941 in Wahlen bei Toblach von der „Wilden Bande" aus Vierschach aufnehmen. Dort führte er den Titel „Aus'n Weg Galopp".
Die Anfänge der Familienmusik Bär gehen auf das Jahr 1982 zurück, als Vater Rudolf gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Bernhard Flügelhorn-Duette musizierte. Nach der Reihe kamen die Geschwister Astrid, Stefan und Claudia dazu, 1987 vervollständigte Johannes als Jüngster das einzigartige Sextett. Schon immer war es ihnen ein Anliegen, überlieferte Volksmusik aus dem Bregenzerwald zu spielen. Dazu gehört besonders die intensive Auseinandersetzung mit der dortigen Musiziertradition, welche schon vom Großvater direkt weitergegeben wurde. Zu ihrem Repertoire gehören auch die Musikstücke aus dem „Schwarz Büochle" Xaver Kohlers, die auf dieser Aufnahme der CD „witrgong" zu hören sind.
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Der Ursprung dieses Tanzliedes dürfte im Montafon liegen. Die Melodie und der Text einer Strophe sind bereits in der Handschrift von Josef Martin Strolz um 1812 bis 1818 erfasst. Der Tanz zum Lied wird in der Volksüberlieferung als „En offi, en ahi" („Einen Gang hinauf, einen Gang zurück") bezeichnet.
Beim „Kaiserfest" 1908, dem sechzigjährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph, wurde der Tanz in Wien öffentlich vorgeführt. Die Tanzabfolge wurde erstmals von August Schmitt in den 1920er Jahren schriftlich aufgezeichnet. Der Tanzforscher hatte den Tanz in der Gemeindekanzlei in Schruns erlernt, er soll besonders bei Hochzeiten als Eröffnungs- und Schlusstanz verwendet worden sein. Schmitt fand Varianten in Schruns, St. Gallenkirch, Gaschurn, Bartholomäberg, Rankweil, Schlins und Bezau. Publiziert wurde die Tanzbeschreibung erstmals von Raimund Zoder 1928 in „Altösterreichische Volkstänze".
Der Tanz, auch „Ahetanz" genannt, wird von je einem Tänzer und zwei Tänzerinnen ausgeführt. Diese Tanzform reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und geht wahrscheinlich auf den Altdeutschen, einen geschrittenen Tanz zurück. Die Besonderheit dieses Tanzes liegt darin, dass die Tänzerinnen und Tänzer der Musik hingewandt sind und mit ihr eine Einheit bilden. Diese Verbindung wird besonders deutlich durch die gegenseitige Begrüßung und das Mitsingen der Tänzer der ersten Strophe. Erst im zweiten Teil wenden sich die Tanzenden dem Publikum zu.
Während Texter und Komponist der ersten Strophe unbekannt sind, wurde die zweite Strophe durch Arthur Wolf mitgeteilt, während die Strophen drei bis sieben von Otto Borger (1904 - 1994) stammen. Im Rahmen des Schulprojektes „Mit allen Sinnen" ist das Lied von der Volksschule Bludesch für die CD „Und wenn üser Ländle a Käsknöpfle wär" 1999 aufgenommen und im Liederbuch „Gibele, Gäbele veröffentlicht worden. Beide Publikationen haben zum Ziel, speziell Kindern zeitgemäß Vorarlberger Lieder und Tänze für den heutigen Gebrauch anzubieten.
Noten und Tanzbeschreibung Zoder
Der traditionelle Hüttenberger Reiftanz ist ein bergmännischer Brauchtumstanz, der alle drei bis vier Jahre am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem so genannten Dreifaltigkeitssonntag in Hüttenberg getanzt wird. Dieser Tanz gehört mit seiner langen Tradition zu den vollständigsten erhaltenen Reiftänzen, die auf die Tanzform des Schwerttanzes zurückgehen. Neben den vierundzwanzig männlichen Reiftänzern und der Reiftanzbraut spielen zwei Narrengestalten eine Rolle. Diese sind der Kommandant Hans Obermoar und dessen eher scherzhafter Helfer, der „Schwoafträger". Eröffnet wird der Reiftanz durch einen Spruch Hans Obermoars, der mit einer Phantasieuniform und einem Dreispitz am Kopf bekleidet ist. Der im Fleckerlgewand kostümierte „Schwoafträger" tanzt immer wieder aus der Reihe und zieht so die Aufmerksamkeit des Kommandanten auf sich.
Die Melodie des Reiftanzes erklingt im ersten Teil hundertacht Mal und begleitet die komplizierten Tanzfiguren. Daraufhin ertönt ein Walzer, gefolgt vom kurzen „Schertanz", der den Abschluss bildet. Nach dem Tanz folgt das „Pritschen" - Hans Obermoar erteilt dabei den Festgästen jeweils drei Klatschenhiebe mit der Pritsche, die symbolisch Glück und Gesundheit in den folgenden drei Jahren verheißen sollen. Diese Tätigkeit kann sich bis zum nächsten Tag, dem „Pritschenmontag" hinziehen, der in Hüttenberg als Feiertag gilt.
Der Bergbau in Hüttenberg geht auf die Zeit der Römer zurück, die norisches Eisen in Kärnten abbauten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen erste Nachrichten über einen alten Männerkettentanz auf. 1742 wurde den Hüttenberger Knappen im Knappschafts-Freiheitsbrief die Berechtigung der Abhaltung ihres Aufzuges sogar verbrieft. Auch wenn das Bergwerk in Hüttenberg seit 1978 geschlossen ist, so leben kulturelle Ausdrucksformen der Bergmanntraditionen, wie Bergmusikkapelle, Tracht oder Reiftanz im Ort weiter.
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Dieses Lied spielt auf reizvolle Art und Weise mit der gesellschaftlichen Nicht-Unterwerfung der beiden Protagonisten - der „zwa Pülcher". Diese haben das Gaunerleben dem konventionellen Leben vorgezogen. "Pülcher" ist eine wienerische Bezeichnung für einen Strolch und Grobian, bzw. für ein verdächtiges Objekt, das mit leicht kriminellen Handlungen und kleinen Gaunereien sein Dasein fristet. Der Begriff selbst leitet sich von „Pilger" ab. Das heute in Wien durchaus populäre Lied hebt sich durch hintergründigen Witz und Sarkasmus von der gängigen Schwelgerei im wienerischen Pathos ab.
Bildlich dargestellt wurde der Typus des „Pülchers" etwa durch den Wiener Maler Josef Engelhart (1864 - 1941), der in vielen Gemälden mit Vorliebe Wiener Vorstadtszenen und „Wiener Typen" festgehalten hat.
Als Komponist dieses Liedes scheint Ludwig Mika auf, der Sohn des Gesangshumoristen und Volkslieddichters Franz Mika. Diese Tatsache erscheint urheberrechtlich sehr interessant, da insbesondere im Refrain auf ein älteres Lied von Johann Sioly und Wilhelm Wiesberg zurückgegriffen wurde, welches den Titel „Die zwa Pülcher" trägt. Dieses „Costüm-Duett" ist ein anschauliches Beispiel Wiener Zeit- und Sittengeschichte. Hier wird die bekannte Wiener Type des "Pülchers" vom Textdichter Wilhelm Wiesberg (1850-1896) gezeichnet und von dem Wienerlied-Komponisten Johann Sioly vertont. Wiesberg war ein begabter und intelligenter Chronist seines zeitgenössischen Wiens und hat viele seiner heute noch populären Lieder gemeinsam mit Johann Sioly geschrieben. Mit der Gründung der Gesellschaft „Seidl und Wiesberg" im Jahre 1879 feierte er gemeinsam mit dem Volkssänger Wenzel Seidl viele Jahre große Erfolge. Johann Sioly begleitete die beiden am Klavier.
Die Sängerin Traude Holzer und der Kontragitarrist Peter Havlicek alias „Steinberg & Havlicek" nehmen sich als junges Wienerlied-Duo diesem Lied beißenden Humors an. Bewusst lassen die beiden Musiker auch ein wenig Hinterhältigkeit anklingen. Nicht zuletzt durch ihre pfiffige Interpretation erfährt das Lied wieder an Aktualität.
Noten "Die letzten zwa Pülcher"
Noten "Die letzten Pülcher Costüm Duett"
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Der Ehrentanz ist jener Tanz, der bei Pielachtaler Hochzeiten getanzt und gesungen wird, wenn es um die „weltliche Übergabe" der Braut an den Bräutigam geht. Diese erfolgt nach Eintritt in den Hochzeitssaal, sobald sich die Gäste in einem Kreis aufgestellt haben, beginnt der Heiratsmann Gstanzln zu singen. Der Heiratsmann ist der „Zeremonienmeister" einer Hochzeit - er trifft Entscheidungen, trägt Verantwortung und trägt mit seinem musikalisch-poetischen Können wesentlich zum Erfolg einer Hochzeit bei. Die Gstanzln zum Ehrentanz handeln von der Unauflösbarkeit der Ehe, dem Tanz mit der Braut und dem Gang zur Hochzeitstafel. Der Ehrentanz selber wird dann vom Brautpaar alleine getanzt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dazu eine Ländlerweise gespielt, später wurde an dessen Stelle der Walzer eingeführt.
Aufgenommen wurde dieses Gstanzl zum Ehrentanz von Bernhard Gamsjäger und Gerlinde Haid im Jahre 1979. Gesungen wurde es von Franz Gamsjäger, Heiratsmann in Frankenfels, begleitet von der Musikgruppe „Die Niederer-Buam". Den darauf folgenden Walzer spielen die „Frankenfelser-Buam", aufgenommen von Walter Deutsch im Jahre 1975. Franz Gamsjäger hat seit 1941 in seiner Funktion als Heiratsmann mehrere hundert Hochzeiten geleitet. Er war ebenfalls bei über vierhundert Begräbnissen als Vorbeter tätig, da er es besonders gut verstand, den/die Verstorbene(n) in einer Stegreifrede von der Trauergemeinde zu verabschieden.
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Der Maschkeratanz wird in Steinfeld kurz vor Mitternacht in die letzte Faschingsunterhaltung eingeschoben. Er lässt sich etwa hundertzwanzig Jahre zurückdatieren und wurde nach einer Unterbrechung 1952 erstmals wieder aufgeführt. Es handelt sich dabei um einen maskierten Gruppentanz, der von sechs Tanzpaaren, bestehend aus Türke/Türkin, Zigeuner/Zigeunerin, Hirte/Sennerin, Tiroler/Tirolerin, Wirt/Wirtin und einem Greisenpaar, ausgeführt wird. Die Figuren ziehen unter der Leitung des Schalknarren „Paschi" ein, der mit einer Zipfelmütze und Schellen kostümiert ist und als Accessoire eine Rossschweifrute und einen Drahtring trägt. Einerseits „kehrt" er den tanzenden Paaren den Weg frei, andererseits versucht er sie aus dem Takt zu bringen und treibt seine Späße mit den Tänzern und Tänzerinnen. Der im ¾ Takt gehaltene Tanz wird im ersten Teil von Einzelpaartänzern im Hüpf- und Gehschritt und dem rhythmischen Schunkeln der anderen Paare dominiert.
Im zweiten Teil schließt ein Reiftanz an, gefolgt von einer Polka, die ihren Abschluss im Auszug der Paare findet, wieder begleitet vom symbolischen „kehren" des „Paschi". Dieses kehren kommt nicht nur dem Platzmachen, sondern auch einer symbolischen Reinigung gleich, die die Tanzpaare vor Beschwerlichkeiten beschützen soll. Durch den Schalknarr, dem eigentlichen Anführer, kommt auch die Nähe zum bergmännischen Knappentanz zum Ausdruck.
Hier wird der Maschkeratanz von der Gruppe FlöZiHaBOK, die sich aus fünf Musikschullehrern zusammensetzt, gespielt. Anders als viele, die die Blockflöte nach den ersten Musikstunden zur Seite legen, spielt dieses Instrument bei den FlöZiHaBOKs eine wichtige Rolle.
Video auf you Tube: "Maschkeratanz" aufgeführt in Steinfeld, kommentiert von Franz Koschier
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Dieses Stück basiert auf dem von Tobi Reiser (1907-1974) komponierten „Maxglaner Zigeuner Faschingsmarsch". Reiser gilt als Musiker, Arrangeur, Gründer zahlreicher Ensembles (u.a. Flachgauer Musikanten, Tobi Reiser Quintett, etc.) und Initiator neuer Instrumente (chromatisches Hackbrett) und Spieltechniken als maßgeblicher Entwickler eines volksmusikalischen Stils im 20. Jahrhundert. Er verstand es auch, seinen Volksmusikstil durch Radiosendungen, im Film und Fernsehen sowie auf der Bühne - u.a. nach dem 2. Weltkrieg durch das Salzburger Adventsingen - populär zu machen.
Der Maxglaner Zigeuner Faschingsmarsch erschien in seiner Sammlung der „Dritten 25" von 1971. Typisch für die dort publizierten Stücke ist, dass Reiser ihnen kleine, mitunter kuriose Geschichten beistellte, deren historischer Wahrheitsgehalt heute allerdings vielfach im Dunklen bleiben muss - so schreibt er beim Maxglaner, dass die Bürger des Ortsteils Maxglan sich zu Faschingsumzügen vor dem 1. Weltkrieg als „Zigeuner und herumziehendes Gesindel" verkleideten und musizierend in die Innenstadt zogen, woran er sich im Marsch musikalisch angelehnt hätte. Hinter dieser Geschichte dürfte allerdings sein konsequent verfolgtes Anliegen stehen, Stücken, die er als „Volksmusik" erachtete bzw. verkaufen wollte, eine möglichst lange Traditionslinie beizustellen.
Hier machen die Salzburger Nockerln den Marsch u.a. durch Improvisation mit afroamerikanisch konnotierten rhythmischen Mustern zum Maxlazibada. Dennoch bleiben die charakterischen Muster des Moll-Dur-Wechsels wie auch das bei Tobi Reiser Stücken typische Flötensolo aus dem Original bestehen.
Die Salzburger Nockerl sind eine etablierte Salzburger Volksmusikgruppe, die gekonnt Elemente verschiedener Genres mit österreichen Volksmusikstilen zu einem Ganzen zusammenfügt.
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Die Herkunft dieses Liedes ist unklar. Flugblätter „Mir san Landsleut" aus dem Blaha Verlag in Wien um 1890 handeln von Linzer und Böhmischen Landsleuten bzw. waren auch mit „Weanerische Landsleut" zu singen. Die Liedentstehung bezieht sich hier wohl auf die durch die zunehmende Industrialisierung ausgewanderten Landarbeiter aus der Gegend um Linz und den Böhmerwald in die Fabriken der Stadt Wien. Später fand das Lied wohl wieder Einzug in die Heimat.
Gustav Jungbauer zeichnete bereits 1912 und 1923 Versionen des im Böhmerwald mehrfach verbreiteten Liedes auf, welche er 1930 in der Sammlung „Volkslieder aus dem Böhmerwalde" veröffentlichte. Die vorliegende Fassung stammt von 1925 aus der Oberösterreichischen Volkstanzsammlung von Hermann Derschmidt, überliefert vom Knecht „Link" in Klaffer am Hochficht im Mühlviertel. Sie ist anlässlich der Kulturhauptstadt Linz 09 im Liederheft "Z'Linz auf da Bruckn" vom Oberösterreichischen Volksliedwerk herausgegeben worden. In Verbindung mit der Walzerweise „Es gibt kalte Wasserl, es gibt kalte Brünn" gehört die Zweivierteltaktweise „Drum san ma Landsleut, linzerische Buama" zum Volkstanz „Deutscher Umgang" und ist auch auch unter „Linzer Polka" zu finden.
Der Tanz zählt zu den Gattungen der Kontratänze. Was bedeutet, dass man nicht in Paaren tanzt, sondern in Gruppen. Diese Form war im 17. und 18. Jahrhundert weit verbreitet und wurde von Johann Strauß Vater von Frankreich nach Wien eingeführt. Es gibt verschiedenste Formen von Gruppentänzen und in diesem Fall tanzt der Mann mit zwei Frauen. Der „Deutsche Umgang" besteht aus zwei Rhythmen. Die Strophe steht im 3/4 Takt und der Refrain im 2/4 Takt. Die Tanzschritte orientieren sich jeweils nach dem vorgegebenen Rhythmus.
Die bekannte Weise wird heute sowohl zum Tanz als auch als Lied gesungen.
Hier spielen die Urfahraner Aufgeiger, entnommen der CD Tänze aus Oberösterreich 2 von 1998. Aufgrund der Bestrebung, einen eigenen Zuganz zu den lokalen musikalischen Wurzeln zu finden, spielen die Musiker seit etwa 1980 mit zwei Melodie Geigen und dazu wechselnder Besetzung zusammen.
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In verschiedenen Text- und Melodievariationen überliefert, wird das Lied „Mei, hab i’s net a schens Schuacherl ån“ bis heute gerne gesungen. Die erhaltenen Quellen reichen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und verteilen sich räumlich von Tirol und Südtirol, dem Bregenzerwald und Salzkammergut bis hin zum Lavanttal in Kärnten.
Das Lied zählt zu den Schwellliedern, die von Strophe zu Strophe „anschwellen“, da immer neuer Text hinzugefügt wird. Diese damit verbundene Beliebtheit bei Kindern gemeinsam mit dem pädagogischen Lernziel der Memorisierung macht es ideal für den Gebrauch im Unterricht. Das Steirische Volksliedwerk bietet passend zum Lied Schnupperprojekte für Schulen zum Thema „Gwånd und Schuah“ an. Dabei wird sich dem Thema inhaltlich sowie musikalisch angenähert.
Das Lied ist auf der CD und im gleichnamigen Liederbuch „Kindertänze trallala“ zu finden, 2006 herausgegeben vom Steirischen Volksliedwerk. Es singen und spielen Vinzenz Härtel, Sigrun Mogel, Uta Mogel und Gerhild Mogel, mit Unterstützung ihrer Eltern und Geschwister.
Das hier abgebildete Aquarell zeigt Bauersleute aus Passail bei Graz und wurde 1813 von Karl Ruß auf seiner Wanderung in dieser Gegend angefertigt. Es befindet sich im mehrbändigen, von Konrad Mautner und Viktor Geramb publizierten Werk „Steirisches Trachtenbuch“ im 2. Band, dritte Lieferung „Ost- und Untersteier“ aus dem Jahr 1936 (Graz).
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Die Spitzbubenpolka findet unter verschiedenen Namen und in unterschiedlichen Formen weite Verbreitung in ganz Österreich. So ist der Tanz etwa unter dem Namen Judenpolka, Sautreiber, Fingerlpolka oder Vogelsteller bekannt. Vor allem im deutschen Sprachraum, aber auch im westslawischen Gebiet und in ganz Europa erfreut sich der pantomimische Klatschtanz großer Beliebtheit. Prägendes Merkmal des Tanzes ist das dreimalige Stampfen und Klatschen als auch das scherzhaft drohende Winken der Tanzenden mit dem Zeigefinger. In Süddeutschland ist die Spitzbubenpolka unter der Bezeichnung „Reichsverweser“ bekannt und wird als Spott auf Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859) verstanden, der vergeblich versuchte, die deutschen Fürsten mit Schimpfen und Drohen auf eine einheitliche Politik zu bringen.
Die hier abgebildete Tanzbeschreibung wurde 1952 von Rudolf Bruneder in Dambach der Gemeinde Garsten in Oberösterreich aufgezeichnet und vom Volksmusikforscher Hermann Derschmidt (1904-1997) in der Reihe „Tänze aus Oberösterreich“, Band 1 im Jahre 1985 vom Landesinstitut für Volksbildung und Heimatpflege herausgegeben. Das Notenblatt und die Tonaufnahme stützen sich auf eine Aufzeichnung von Karl Schmidt, der dieses Stück von der Emmersdorfer Spielmusik in Niederösterreich hörte und transkribierte.
Gespielt wird die Spitzbuampolka hier von dem Trio „D’ Rosenegger Zwiefachen“, das sich aus Mischa Niemann an der Steirischen Harmonika und Sascha Niemann an der Gitarre sowie Norbert Winkler am Kontrabass zusammensetzt. Rosenegg, ein Waldviertler Einzelgehöft nahe dem Mühlviertel dient dem seit 1997 bestehenden Ensemble als Treffpunkt für die Proben. Die Musiker widmen sich vor allem der österreichischen Volksmusik im Donauraum. Aufgenommen wurde die Spitzbuampolka im Rahmen der 2006 erschienenen CD „taktvoll – Volkstänze aus Niederösterreich“, die den Appetit aufs Tanzen, Musik und Bewegen wecken und gleichzeitig einen Impuls zur Belebung der Volkstanzpflege setzen möchte.
Im Rahmen eines „Mit allen Sinnen“ Schulprojektes am Sonderpädagogischen Zentrums Schwarzingergasse in Wien fand dieser Tanz besonderen Anklang bei den SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen. Speziell das Klatschen, Stampfen und scherzhafte Drohen mit dem Zeigefinger und die rhythmischen Teile sprechen die Kinder und Jugendlichen an.
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Die bekannte Volkstanzforscherin Ilka Peter (1903-1999) zeichnete in den 1930er und 1940er in verschiedenen Regionen Salzburgs Siebenschritt-Formen auf. Ihre Aufzeichnungen bei diesem und bei vielen anderen Tänzen zeigen, dass zur jeweils gleichen - oder nur geringfügig variierten - Melodie jeweils andere Schrittfolgen getanzt wurden. Die frühe Volkstanzforschung sah darin, ähnlich wie beim Dialekt, regionalspezifische Ausprägungen. Ob solche tatsächlich vorhanden waren, oder ob ganz einfach von individuellen Vorlieben einzelner TänzerInnen oder von im Moment entstandenen "Zufallsprodukten" auf ein größeres Ganzes geschlossen wurde, lässt sich heute in den meisten Fällen nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Für viele Musik- und TanzliebhaberInnen aber mochte und mag der Gedanke einer regionalen Verwurzelung einzelner Tänze und Musikstücke, wie ihn die Volksmusik- und VolkstanzforscherInnen in ihren schriftlichen Sammlungen proklamierten, durchaus reizvoll erscheinen. So erklärt sich auch, dass viele Trachten-, Brauchtumspflege- und Volkstanzvereine im Laufe der letzten Jahrzehnte aus Sammlungen wie jener Ilka Peters die Aufzeichnungen "ihrer" Region herausgriffen und sie in ihr Repertoire übernahmen, wobei mitunter streng auf "Authentizität", d.h. die Einhaltung der jeweils "regionaltypischen" Choreographie, geachtet wird.
Kreativität im Umgang mit diesem Tanz zeigt das im Rahmen eines 2009/10 durchgeführten „Mit allen Sinnen“ Projektes: SchülerInnen des Sport Realgymnasiums und Musisches Schulsportmodell in Salzburg erarbeiteten eigene Texte und neuen Figuren zum Tanz, um diese beim Salzburger Kathreintanz 2009 zu präsentieren.
Die zu hörende Tonaufzeichnung ist der CD Volkstanz in Salzburg, Folge 1 entnommen, die von der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Salzburg 1996 herausgeben wurde. Das gleichnamige Heft enthält den Siebenschritt mit Noten und Tanzbeschreibung.
Es spielen die Flachgauer Musikanten, die sich aufgrund von Bestrebungen von Tobi Reiser (1907-1974) im Jahr 1934 gründeten. Die Entstehung der Gruppe war in der konservativen Haltung der im Land Salzburg aktiven Trachten- und Brauchtumspflege der 1930er eingebettet. Besorgt gegenüber den modernen Einflüssen in Mode und Tanz, versuchte man die traditionelle Musik zu fördern. Die Gruppe setzte sich ursprünglich aus zwei Klarinetten, diatonisches Hackbrett, Geige, Gitarre und Bassgeige zusammen. Heute ist die Gruppe flexibel in ihrer Besetzung und im Repertoire. Sie wird von Sepp Radauer geleitet. Als Fixpunkt spielt sie beim jährlichen, vom Bergsteigerverein Edelweiss-Club Salzburg veranstalteten, "Edelweißkränzchen".
Literatur: Tobi Reiser und die Flachgauer Musikanten
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„Gel bize, katıl bize“ ist ein Lied, das vom Rhythmus und Inhalt Ähnlichkeiten zum deutschsprachigen Lied „Brüderlein, komm tanz mit mir“ aufweist, sich jedoch melodisch unterscheidet. Zum Lied wird ein in der Türkei weit verbreiteter Rundtanz – der Halay – getanzt. Dieser ist in vielen verschiedenen Ausführungen bekannt und zeigt häufig pantomimische Darstellungen. Er wird stets in Reihen getanzt, durchgefasst, in Schulterfassung oder mit den kleinen Fingern eingehängt. Den Tanz führt immer der beste Tänzer an (Halaybaşi), meist ein weißes oder rotes Tuch schwingend bestimmt er Tempo und Tanzstil, von denen es in jeder Region andere gibt. Gerne wird Halay von Zurna und Davul (Trommel und Oboe) begleitet.
Eine einfache Grundschrittvariante wird von den SchülerInnen der VS Otto Glöckel, St. Pölten getanzt, die diesen Tanz im Rahmen eines 2009/2009 durchgeführten „Mit allen Sinnen“ Projektes zum Thema „Brücken“ kennen gelernt haben: Vier Schritte schräg rechts vorwärts, vier Schritte gerade zurück.
Der im Notenbeispiel dargestellte Halay ist dem Liederbuch "Lieder der Türkei" von Stephan Unterberger, das 1994 mit einer begleitenden CD im Musikverlag Helbling erschienen ist. Abdruck und Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Es handelt sich dabei um eine beliebte und weit verbreitete Form des Halay aus dem Halaygebiet und nennt sich Delilo Halay. Der Schritt ist im deutschen Sprachraum auch als Reigenschritt bekannt.
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Das hier zu hörende Lied „Kirtograffa“ komponierten SchülerInnen der Musikhauptschule Ottenschlag 2002 im Rahmen eines „Mit allen Sinnen“ Kompositions-Workshops gemeinsam mit der Waldviertler Musikgruppe „Stoahoat & Bazwoach“. Ziel dabei war es, geeignete und für SchülerInnen ansprechende Volksmusikstücke aufzubereiten oder neu zu komponieren. Das Lied ist auf der CD und im gleichnamigen Heft „Volxmusik macht Schule“ zu finden. Die Melodie stammt von 7 SchülerInnen der 3a, der Text von Rudi Hofbauer. Die Komposition jüngeren Ursprungs beschreibt auf humorvolle Weise wie ein Kirchtag früher abgelaufen sein mag und die Raufereien die sich vielleicht heute noch so zutragen.
Der Ursprung eines Kirtags geht auf das jeweilige Kirchweihfest zurück, das sich oft bis in früheste Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. Dieser Tag gilt als Festtag der Kircheneinweihung bzw. des Kirchenpatrons. Der zur Erinnerung abgehaltene religiöse Kirtag steht meist in unmittelbaren Zusammenhang mit einem weltlichen Kirtag / (Jahr-)Markt. Das Programm erstreckt sich vielfach auf mehrere Tage und reicht dabei von Märkten, Umzügen, Musik, Tanz, Brauchspielen oder dem Aufstellen eines Kirtagsbaums bis hin zum Bierzelt.
Hier singen und musizieren die SchülerInnen der 3a mit den Musikern von „stoahoat & bazwoach“. Reinhard Horth (Kontrabass), Stefan Horth (Schlagwerk), Michael Koch (Gitarre), Thomas Mayerhofer (Querflöte, Kontrabass, Tenorhorn, E-Bass), Johannes Teuschl (Querflöte, Steirische Harmonika, Thinwhistle, Tuba) und Florian Weiß (Geige, Kontrabass, Posaune, E-Gitarre) in der damaligen Besetzung.


















